Hamburg: Helfer tief beeindruckt

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Die Mitglieder der Temah-Gruppe der Guyla-Trebitsch-Schule Foto:rdm

Rahlstedter Schüler begleiteten Hilfstransport nach Rumänien

Von Rainhard Meyer
Hamburg. „Wir wollten die andere Kultur, die ganz anderen Lebensverhältnisse in Rumänien kennenlernen“, sagt Denise Pilkahn, Schülerin der Guyla-Trebitsch-Schule. Sie hatte sich mit zehn anderen Schülern bei der von Lehrer Günter Erbe koordinierten TEMAH-Gruppe zur Mitarbeit gemeldet und war auch mit nach Rumänien gefahren. Die Schule blickt auf eine lange Tradition starken sozialen Engagements für die Temeswar Arbeitbeitsgemeinschaft Hamburg zurück, spendet Erlöse von Weihnachtsbasaren und übernimmt Patenschaften für rumänische Schüler. Die Reisekosten von mehr als 300 Euro trugen die Familien.
Der Einsatz für die Schüler begann mit dem Beladen des Transporters in Meiendorf. In Temeswar angekommen halfen sie beim Entladen und beim Verteilen der Hilfsgüter an die Menschen vor Ort. Ihre Eindrücke waren schockierend: Unterkünfte aus übereinander geschichteten Steinen, heruntergekommene Innenräume mit Schimmel an den Wänden, Plumsklo. Die Schüler trafen auf Familien mit bis zu elf Kindern, bei denen es die Familienväter aus verschiedenen Gründen nicht mehr gibt. Die Mütter erhalten für jedes Kind vom rumänischen Staat 10 Euro Kindergeld pro Monat, 15 Euro für ein behindertes Kind. Für die Hamburger Schüler unvorstellbar wenig. „Jeder von uns hatte mindestens 50 Euro Taschengeld für die Woche in Temeswar zur Verfügung“, sagt Nathalie Schöningh. Der Besuch des Lyceums vermittelte ihnen einen weiteren Eindruck von der sozialen Ungleichheit in Rumänien: Schüler aus einfachen Verhältnissen haben nur mit einer Temah-Patenschaft aus Hamburg haben die Chance zum Aufstieg durch Bildung.
Überall trafen die Hamburger Schüler auf tiefe Dankbarkeit bei den Rumänen, verbunden mit dem Wunsch, dass die Temah-Hilfe noch lange andauern möge. Die Reise vermittelte den Schülern einen nachhaltigen Eindruck und bestärkte sie darin, ihr soziales ehrenamtliches Engagement für die Bedürftigen dort zu verstärken.
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