Hamburg: „Ich mag Bewegung und Tanz“

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Frauenfiguren sind häufige Motive in den Malereien der Künstlerin Carolina Villagra-Roth Foto: Netzow

Die Chilenin Carolina Villagra-Roth arbeitet in einer Eilbeker Ateliergemeinschaft

Von Kirsten Netzow
Hamburg. Es ist die herzliche und freundliche Art, die einen an Carolina Villagra-Roth begeistert. Man merkt ihr sofort an, wie sehr sie sich über die Betrachter ihrer Bilder freut. „Ich möchte gern den Menschen etwas positives durch meine Malerei geben “, sagt die freischaffende Künstlerin und lächelt.
Die Chilenin mit dem ungewöhnlichen Doppelnamen – ihr Mann ist Deutscher - kam vor 22 Jahren nach Deutschland. Nach einem kurzen Aufenthalt in Süddeutschland hat es sie nach Hamburg verschlagen. Hier ist sie seit 2006 mit der Kunstpädagogin Nicole Olsowski und dem Natur- und Landschaftsmaler Jens-Peter Tschuschke in der Ateliergemeinschaft Roßberg 2 in Eilbek tätig. Zuletzt stellte sie ihre Bilder im Levantehaus in der Mönckebergstraße unter dem Titel „Erwachen“ zur Schau. Frühlingshafte Motive in satten Ölfarben locken den Betrachter. „Ich mag Bewegung und Tanz“, sagt die zierliche Südamerikanerin, und dieses findet auch Ausdruck in vielen ihrer Werke. Frauenfiguren in leuchtend bunten Kleidern sind dabei zentrale Darstellungen. Auch die Bewegungen von Wasser und segelnden Booten auf der Alster haben es der Künstlerin angetan. Neben Porträts gehören auch Stillleben zum Repertoire der Chilenin. Sie malt jedoch nicht in erster Linie ab, was sie vor sich sieht, sondern, woran sie sich erinnert.
„Ich habe ein gutes photographisches Gedächtnis“, sagt Carolina Villagra-Roth. Und weiter: „Als Künstler malt man, was man in sich trägt. Alles was man erlebt, kommt eines Tages in den Bildern raus“. Neben der klassischen Ölmalerei verwendet sie ebenfalls Acryl und Materialien wie Sand und Papier für ihre Bilder, womit dann faszinierende Collagen ihre Entstehung finden. Zudem bietet sie Malkurse für Erwachsene an. Schon in der Schulzeit entdeckte die in Santiago geborene Villagra-Roth ihre Liebe zum Malen und Zeichnen. „Ich habe immer meine Hefter für die einzelnen Fächer bemalt, je nachdem, welches Thema gerade dran war“, erinnert sie sich. Ein Grafikdesign-Studium mit Schwerpunkt Malerei und ein Stipendium in bildnerischen Techniken ebneten den weiteren künstlerischen Weg.
Gefragt nach den größten Unterschieden zwischen der südamerikanischen Heimat und der Hansestadt fällt der 50-jährigen als erste Antwort das Wetter ein. „Hamburg ist manchmal sehr dunkel“, meint sie.
Doch diese graue Stimmung, die besonders an der Elbe herrscht, fasziniert und inspiriert sie. So findet man passend dazu unter ihren Exponaten eine Serie in Öl mit dem Titel „Hamburg in grau“.

Informationen über die Künstlerin finden Interessierte unter: cvarte.de
Tel.: 0176/ 932 836 91
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