Hamburg: Immer an der Wand lang

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Den Schülern macht es Spaß, mit der Spraydose die Lärmschutzwand zu verschönernFoto:güb
Hamburg. Die Sprayer sind wieder in Rahlstedt. Aber nicht diejenigen, die mit ihren Graffitis nur Ärger bereiten. Diesmal sind es Sprayer, die in Rahlstedt herzlich willkommen sind. Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Altrahlstedt verschönern unter der Leitung von Davis Nebel, Dozent an der Hamburger Graffiti-Schule, erneut die Lärmschutzwand entlang der Bahnlinie. Vor etwas über einem Jahr hatten die Jugendlichen mit dem Segen der Deutschen Bahn schon einmal eine Kunstaktion an der Lärmschutzwand gestartet. Mit Graffiti-Künstler Nebel hatten sie damals Szenen vom Rahlstedter Wochenmarkt auf die grauen Flächen gesprüht. Die knallbuten Bilder fanden große Zustimmung, die Nebel und die Schüler ermutigte, das Werk an der „Rahlstedter East-Side-Gallery“ fortzusetzen.
Für die aktuelle Aktion hat Davis Nebel Fotos in der Fußgängerzone Schweriner Straße gemacht, als Vorlage für die Graffiti, die die Schüler auf die Lärmschutzwand auf der Seite Doberaner Weg/Oldenfelder Straße auftragen werden. „Leider haben wir diesmal keine finanzielle Unterstützung seitens des Bezirksamtes bekommen. Wir hoffen, dass Sponsoren aus der Schweriner Straße noch etwas zur Finanzierung der teuren Spraydosen beitragen können,“ sagte Claus-Peter Schmidt, Vorsitzender des Vereins Lärmschutz Rahlstedt. Er ist Mitorganisator der Sprayaktion und hat wesentlichen Anteil daran gehabt, dass die Lärmschutzwände aufgestellt worden sind. Schmidt hatte seinerzeit auch den Ausdruck „Rahlstedter East-Side-Gallery“ geprägt - in Anlehnung an die Freiluft-Kunstgalerie in Berlin, die nach der Wiedervereinigung 1990 auf einer Länge von 1,3 Kilometern entstanden war. (güb)
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