Hamburg: In Wandsbek sind Diebe unterwegs

Anzeige

Innenbehörde stellt Kriminalstatistik 2013 vor. Bezirk liegt unter Hamburger Durchschnitt

Von Rainer Glitz
Hamburg. Die meisten Straftaten im Bezirk wurden 2013 in den Stadtteilen Rahlstedt, Wandsbek und Bramfeld bei der Polizei angezeigt. Insgesamt gab es laut Innenbehörde einen leichten Rückgang, der Bezirk Wandsbek liegt damit deutlich unter dem Hamburger Durchschnitt. Es gibt jedoch Ausnahmen. In Eilbek stieg die Kriminalität um fast ein Drittel an, in Wandsbek, Farmsen-Berne und in den Walddörfern leicht. Erheblich zugenommen hat die Zahl der Raube und Straßenraube in Rahlstedt, Steilshoop und Eilbek. Auch bei Gewaltdelikten und Körperverletzung legten Rahlstedt und Eilbek gegen den Trend leicht zu. In Farmsen-Berne wurde mehr gestohlen als im Vorjahr, vor allem in Geschäften. Die Zahl der Einbrüche und Autodiebstähle sank überall – außer in den Walddörfern.  
Die Zahl aller bei der Polizei angezeigten Straftaten in Hamburg ist im vergangenen Jahr um fast 5 Prozent auf 238.000 gestiegen. Die Innenbehörde führt das vor allem auf eine Zunahme von Vermögens- und Fälschungsdelikten zurück, außerdem gab es mehr Diebstähle in der Stadt. Vor allem auf Smartphones haben es die Täter abgesehen. Ebenfalls stark angestiegen sind Verbrechen über das Internet – Zuwachs hier: Ein Drittel. So benutzten Täter häufig heimlich auf PCs aufgespielte Software, um Geld zu erpressen – anderenfalls wurde mit der Sperrung des Computers gedroht. „In diesem Bereich sind auch in Zukunft neue kriminelle Ansätze zu erwarten, das Thema bleibt eine Herausforderung für die Polizei“, erklärte Innensenator Michael Neumann. Der SPD-Politiker aus Oldenfelde konnte aber auch Positives vermelden. So ging die Jugendkriminalität 2013 leicht zurück, die Zahl der Autoaufbrüche sank auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren. Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche ging Hamburg weit auf unter 7.000 zurück. Wichtig dabei: Fast die Hälfte der Einbrecher kam nicht ans Ziel. „So bleibt den Betroffenen eine schlimme Erfahrung erspart“, sagte Innensenator Neumann: „Hier zeigt sich: Eine gute Sicherung der eigenen vier Wände zahlt sich aus.“ Neumann rät allen Hamburgern, sich bei der Polizei in Sachen Einbruchschutz kostenlos beraten zu lassen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige