Hamburg: Ins Schwarze getroffen

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Jens Behrens beim Königsumtrunk mit „Ritter“ Hans-Dieter GerkensFoto: Thomas Hoyer
 
Die neue WSG-Königin Franziska Koepke (M.), der Susanne Struß (l.) und Birgit Groth als Ritterinnen zur Seite stehen

Jens Behrens, „der Strebsame“, ist neuer Schützenkönig

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Drei Böllerschüsse aus einer Salutkanone ließen am vergangenen Sonntagmittag den Wandsbeker Markt erschüttern. Abgegeben zu Ehren von Jens Behrens, der am Abend zuvor im großen Festzelt zum neuen König der Wandsbeker Schützengilde von 1637 ausgerufen wurde. Als erster beziehungsweise zweiter Ritter stehen ihmHans-Dieter Gerken und Holger Steenbock und zur Seite.
Jens Behrens setzte sich gegen 20 Konkurrenten durch, die mit dem Kleinkalibergewehr über 60 Schuss auf eine handgemalte Scheibe aus einer Distanz von 50 Metern abgaben (Motiv „Auerhahn“). Doch zunächst blieb der Name der neuen Majestät wie immer ein wohl gehütetes Geheimnis. Nur Ronald Koslowski und Herbert Brust, die mit der Abwicklung beziehungsweise Auswertung des Wettbewerbs betraut waren, wussten zunächst Bescheid, wer diesmal am besten gezielt hatte. Als es dann aber endlich soweit war, und die mittlerweile eingeweihte erste Vorsitzende Petra Bruhn den 45-jährigen Genossenschaftsangestellten zum neuen Schützenkönig proklamierte, war der Jubel groß, denn wohl kaum einer hatte die Königswürde so verdient wie Jens Behrens, der seit seinem Vereinsbeitritt im Jahr 1987 bereits dreimal Ritter und mehrfach Vierter des Traditionsschießens gewesen war. „Nach 28 vergeblichen Anläufen hat es nun endlich geklappt“, freute sich der neue Regent, der aufgrund seiner großen Ausdauer den Beinamen „Der Strebsame“ erhielt. In der WSG macht sich Jens Behrens, ein guter Pistolenschütze und mit dem WSG-Team mehrfacher Landesligameister, als Vorsitzender „Sport“ auch um die Geschicke der Gilde verdient.
Nach der Proklamation wurden dem Regenten die 13 Kilo schwere Traditionskette und der Königsorden umgehängt.
Neue Schützenkönigin ist Franziska Koepke (Beiname „Die Standhafte“). Als Ritterinnen stehen ihr Susanne Struß und Birgit Groth zur Seite.
Beim Nachwuchs setzte sich die 17-jährige Mimie Le Mercier mit Madita Timpe und Laura Jensen als Ritterinnen im Gefolge durch. Die Ehrenscheibe der Könige, auf die nur von den ehemalige Regenten der Gilde schießen dürfen, errang Bernd Görges. Auch das mittlerweile schon fast traditionelle Schießen um die Würde eines Bürgerkönigs war mit beachtlichen 59 Teilnehmern wieder ein Erfolg. Erstmals schaffte es eine Dame, den beliebten Wettbewerb mit dem Luftgewehr für sich zu entscheiden. Hilde Brandes-Missick verwies Sven Jensen und Pascal Schacht auf die Plätze zwei und drei. Neuer Bogenkönig bei den Erwachsenen wurde Fabian Groth vor Klaus Wehlke und Sven Jensen, während in der Jugendklasse Jacob Farwer am besten zielte und dabei die Brüder Yannik und Nils Pawletta besiegte, die Zweiter beziehungsweise Dritter wurden. Den erstmals ausgetragenen WIP-Pokal, ein kombiniertes Bogen- und Luftgewehrschießen für Mitglieder von Wandsbeker Institutionen und Parteien, gewann Sven Pawletta (Haspa).
Zu den Höhepunkten gehörte neben dem Königsball tags darauf der traditionelle Empfang im Wandsbeker Rathaus bei Bezirksamtleiter Thomas Ritzenhoff und dem anschließenden Katerfrühstück im Festzelt auf dem Wandsbeker Markt.
Wer Interesse am Schießen mit Luftgewehr, Pistole oder Bogen hat: Infos im WSG-Schießsportzentrum Hammer Straße 58, Tel. 68 63 63. (th)
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