Hamburg ist beim Organspenden bundesweit führend

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Nirgendwo wollen im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr Menschen nach ihrem Tod noch Leben retten. Organspende-Tag am 7. Juni

Nirgendwo in Deutschland melden sich im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr Organspender als in Hamburg. Dies teilte die Gesundheitsbehörde anlässlich des Tags der Organspende am 7. Juni mit.

: 2013 haben in Hamburg 39 Menschen ihre Organe gespendet, das entspricht einer Quote von 22,2 pro einer Million Einwohner. Bundesweit wurde mit 876 Organspendern eine Quote von 10,9 erreicht. Auch die Staatstaaten Berlin (45 bzw. 13,3) und Bremen (11 bzw. 16,8) blieben hinter der Spendenbereitschaft in Hamburg zurück.

Insgesamt ist die Zahl der Organspenden jedoch deutlich zurückgegangen. Um für mehr Bereitschaft zur Organspende zu werben und über das Thema aufzuklären, findet der diesjährige bundesweite „Tag der Organspende“ am 7. Juni mit zahlreichen Veranstaltungen in Stuttgart statt.

„Jede Organspende kann ein Leben retten. Ich freue mich deshalb, dass wir in Hamburg auf eine vergleichsweise große Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zur Organspende treffen. Dennoch brauchen auch wir in der Hansestadt mehr Spenderinnen und Spender“, sagt Hamburgs Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks. „Der Tag der Organspende ist wichtig, um über das Thema zu informieren und keine falschen Ängste vor der richtigen Entscheidung für einen Organspendeausweis aufkommen zu lassen“.

Bundesweit warten etwa 11.000 schwerkranke Patientinnen und Patienten auf die lebensrettende Organspende, 197 davon in Hamburg. Nur etwa einem Drittel kann jedoch jährlich geholfen werden, da zu wenige Spenderorgane zur Verfügung stehen. Im Jahr 2013 wurden in Hamburg je eine Million Einwohner 22,2 Organspender registriert. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 27,2 Spendern. Noch deutlicher wirkt dieser Wert im Vergleich zum Bundestrend: Hier ist von 2012 zu 2013 ein Rückgang von 12,8 auf 10,9 Spender je eine Million Einwohner zu verzeichnen.

Hintergrund des Rückgangs sind auch Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Spenderorganen in einigen deutschen Kliniken. (wb)
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