Hamburg: Martha geht mit der Zeit

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Die beiden Schülerinnen Lea Lasic (li.) und Anastasia Radionoff spielen damalige Hausmädchen der Martha Stiftung um 1913, die vor Ort ihre Ausbildung machten Fotos: gm

Stiftung feiert 165-jähriges Bestehen. Angebote für Senioren und Behinderte

Hamburg. „Die Welt braucht Marthas“, erklärt Landespastor Dirk Ahrens und meint damit Menschen, die helfen, wo sie können. Genau dieses Ziel setzt sich die Martha Stiftung seit ihrer Gründung durch die Hamburger Kaufmannswitwe Wilhelmine Mutzenbecher im Jahre 1849.
Ursprünglich ins Leben gerufen, um weibliche Dienstboten zu betreuen und zu fördern, damit diese in der ungewohnten Großstadt Hamburg nicht „unter die Räder kommen“, hat sich die Stiftung in den mehr als eineinhalb Jahrhunderten stark weiterentwickelt. Die diakonische Tradition hat sie jedoch beibehalten und ist noch immer Mitglied im Diakonischen Werk Hamburg. So begrüßte Martina Pleyer, Vorstand der Martha Stiftung, die 110 geladenen Gäste dann auch mit den Worten: „165 Jahre Martha Stiftung – das ist kein so wirklich rundes Jubiläum, aber wir wollen würdigen, dass sich die inzwischen betagte Martha den Herausforderungen des 19. Jahrhunderts gestellt hat, im 20. Jahrhundert einen Neuanfang hier im Martha Haus wagte und jetzt im 21. Jahrhundert vielfältige Angebote machen kann.“ So engagiert sich die Stiftung mittlerweile an 28 Standorten für die selbst bestimmte Teilhabe von Menschen im Alter zum Beispiel in Seniorenwohnungen, ambulanten Pflegediensten, darüber hinaus auch für Menschen mit Behinderung und für suchtkranke Menschen. Sie gehört mittlerweile mit über 800 Mitarbeitern zu den 100 größten Arbeitgebern Hamburgs.
Besonders erfreulich für Vorstand und Stiftungsräte sei das Interesse junger Menschen, das sich in Projekten wie „Borgfelde sozial“, erarbeitet von fünf Zehntklässlern der St.-Ansgar-Schule unter Leitung ihres Geschichtslehrers, widerspiegelt. Hierfür hatten diese sich eingehend mit der Vergangenheit ihres Stadtteils auseinandergesetzt, einen eigens produzierten Film präsentiert und authentische Szenen zwischen Dienstbotinnen der damaligen Zeit dargestellt. (gm)
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