Hamburg: „Massive Veränderungen“

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So stellen sich die Architekten die Wandsbeker Marktstraße 1-5 vor Visualisierung: Schild/ wb

Stadtentwicklungssenatorin informierte sich bei Rundgang in Wandsbek

Von Rainer Glitz
Hamburg. Die Fenster sind schmutzig und teils zugeklebt, das alte C & A-Logo entfernt: Seit fast drei Jahren steht der schmucklose, graue Komplex an der Wandsbeker Marktstraße leer. Hier soll ein Fachmarktzentrum mit Parkdecks entstehen, doch zunächst einmal muss das alte Gebäude abgerissen werden.

Genehmigung liegt vor

„Die Genehmigung liegt vor, die Umsetzung durch den Investor steht vor der Tür. Wir hoffen, dass die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen“, lautet die gute Nachricht von Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff. Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau ist gekommen, um sich vor Ort über die anstehenden baulichen Veränderungen mitten in Wandsbek zu informieren. „Das Gesicht Wandsbeks wird sich bis 2017/18 massiv verändern“, erklärt Ritzenhoff.
Ob dann bereits das Mega-Projekt „Wandsbeker Tor“ steht, ist allerdings noch fraglich. Immerhin sind die Planungen für die beiden mächtigen Hochhäuser vorangeschritten. Der untere Teil der jeweils 14 Geschosse soll für Gewerbe, der obere Teil für Wohnungen genutzt werden. Unweit der künftigen Doppel-Türme befindet sich bereits eine Baustelle. In der Hammer Straße entsteht das „Collegequartier“ mit fast 400 Appartements für Studenten und Auszubildende. „Viele junge Leute wollen in Zentrumsnähe wohnen“, sagt Senatorin Blankau und lobt die gute Anbindung an U- und S-Bahn in Wandsbek.
Dann geht es durch das Brauhausviertel. Wenige Wohnungen und viele kleine Betriebe prägen das Stadtbild. „Die kleinstteilige Nutzung und die vielen Eigentümer haben lange für Verzögerungen gesorgt“, erklärt Ritzenhoff der Senatorin. Das Kleingewerbe sei in Wandsbek prägend, trotzdem soll hier eine Mischung aus Gewerbe und rund 340 Wohnungen entstehen. Ein Bebauungsplan ist laut Ritzenhoff bereits festgestellt. Eine Lösung für die Betriebe werde gesucht.

Zukunft Mühlenquartier

Ein wichtiger Teil des künftigen Brauhausviertels ist das Mühlenquartier mit 120 Wohnungen. Die Baugrube im Mühlenstieg ist bereits eingerichtet. In zwei Wochen soll es offiziell losgehen. Die zentrale Grünfläche für die künftigen Bewohner ist der Park am Mühlenteich. Der Boden rund um das Spielhaus wurde bereits saniert, einige Bäume sollen noch gefällt werden, damit es heller wird. Auf dem heutigen Gelände gegenüber von Budnikowsky sollen 2018/19 150 Wohnungen entstehen.
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