Hamburg: Schlägerei vor Disko

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Hier musste ein Großaufgebot der Polizei eine Massenschlägerei beendenFoto: rg
Hamburg. Es fing relativ harmlos an. Am frühen Sonnabendmorgen gab es in der Diskothek „T 2“ in der Barsbütteler Straße einen Streit zwischen Gästen und Betreibern, es ging um die Zahlung der Zeche. Die Polizei wurde nach Jenfeld gerufen. Während die Besatzung des Streifenwagens versuchte, den Sachverhalt zu klären, bat plötzlich das Sicherheitspersonal der Diskothek um Hilfe. Es sei zu Streitigkeiten unter mehreren Gästen gekommen. Den Beamten gelang es zunächst, die Gemüter zu beruhigen. „Wenig später verlagerte sich der Streit vor das Lokal und eskalierte in eine Schlägerei“, so eine Polizeisprecherin. Mehr als 100 Gäste gingen brutal aufeinander los. Bereits am Boden liegende Opfer wurden getreten und geschlagen, die Polizisten riefen Verstärkung herbei.
Die beiden Beamten versuchten, die Massenschlägerei mit Reizgas und Schlagstock zu beenden. „Plötzlich wurde einer der Polizisten abgedrängt und von etwa zehn Personen massiv angegriffen“, so die Polizeisprecherin.
Der Beamte habe „stehen bleiben!“ gerufen und seine Dienstwaffe gezogen. Dennoch kamen die Männer mit erhobenen Fäusten weiter auf ihn zu. Erst als der Polizist zwei Warnschüsse in die Luft abfeuerte, ließen die Angreifer von ihm ab und flüchteten. Mittlerweile trafen nach und nach 18 Streifenwagen in Jenfeld ein, den 40 Beamten gelang es schließlich, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Veranstaltung im „T 2“ wurde aufgelöst.
Drei Männer im Alter zwischen 19 und 24 Jahren wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, ihnen konnte keine Straftat zugeordnet werden. Von den Angreifern fehlt noch jede Spur. Nach ersten Erkenntnissen der Hamburger Polizei hatte eine Sinti und Roma-Großfamilie in Jenfeld zunächst friedlich gefeiert, dann kam es zu einem internen Streit, der eskalierte. Die Ermittlungen könnten dauern, hieß es. Denn die Großfamilie sei nicht besonders kooperativ. (rg)
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