Hamburger finden Hilfe am Alzheimer-Telefon

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Die Alzheimer Gesellschaft Hamburg in Wandsbek informiert und berät Betroffene und Angehörige zu allen Fragen der Erkrankung Foto: nik

60 Beratungen im Monat. Verein in Wandsbek veranstaltet Aktionswoche „Demenz“ vom 18. bis 25. September

Von Nicole Kuchenbecker
Wandsbek
Das Telefon klingelt. Iris Preuß nimmt den Hörer ab, meldet sich. „Alzheimer Gesellschaft Hamburg. Beratungstelefon. Mein Name ist Iris Preuß“, spricht die 73-Jährige in den Hörer. Am anderen Ende ist jemand, der Hilfe sucht. Das Alzheimer-Telefon ist das Herzstück des Hamburger Vereins, der Alzheimer Gesellschaft mit Stammsitz in Wandsbek. Immer wenn Preuß hier ehrenamtlich zum Telefonhörer greift, hilft sie Menschen auf unterschiedlichste Weise. „Manchmal höre ich einfach nur zu“, sagt sie. Manchmal vermittelt sie nur Hilfsangebote, gibt Kontaktdaten von Kooperationspartnern heraus. Manchmal aber geht es um ganz konkrete Hilfestellungen. Die Heilpraktikerin, die selbst wegen familiärer Betroffenheit hier Hilfe suchte, freut sich über ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Eigens dafür wurde Iris Preuß von der Alzheimer Gesellschaft ausgebildet. Silke Steinke (43), Koordinatorin des Alzheimer-Telefons, ist dafür zuständig, dass die 17 ehrenamtlichen Telefonberater umfangreiche Schulungen erhalten, das Krankheitsbild mit all seinen Fassetten kennen und über die unterschiedlichsten Hilfsangebote in Hamburg und der näheren Umgebung informiert sind. Rund 60 Beratungen finden im Monat in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 10 und 13 Uhr, Montag und Donnerstag von 13 bis 16 Uhr sowie Mittwoch von 16 bis 19 Uhr statt. „Man kann so oft anrufen wie man möchte“, erklärt Preuß geduldig. Meist greifen Angehörige oder Betroffene selbst zum Telefon, wählen die Rufnummer 040/ 47 25 38 um das Hilfsangebot der Alzheimer Gesellschaft zu nutzen. Dabei werden meist Informationen zum Krankheitsbild abgefragt. Doch nicht selten geht es um die pflegenden Angehörigen selbst, die sich Rat und Hilfe suchen. Vom 18. bis 25. September wird es in Hamburg eine Aktionswoche zum Thema Demenz geben. In der Hansestadt leben rund 300.000 Menschen, die von dieser Erkrankung betroffen sind. Mehr als 70 Veranstaltungen werden im Rahmen der Demenzwoche im gesamten Stadtgebiet angeboten. Darunter beispielsweise ein Gesprächskreis für Angehörige von dementiell erkrankten Menschen in der ASB Sozialstation Bramfeld am Montag, 19. September, 15 bis 17 Uhr. Anmeldung unter t 6 90 10 80. Oder am Donnerstag, 22. September, von 17 bis 19 Uhr in den Räumen der Alzheimer Gesellschaft Hamburg unter „Hauptsache es schmeckt?“ zum Thema Ernährung.

Weitere Infos: www.alzheimer-hamburg.de
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