Hamburger Museum für Maler Cords

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Das Arbeitszimmer von Jens Cords

Arbeitszimmer des Künstlers wird im Böttgerhof nachgebaut

Hamburg. Sieben Kisten mit Material aus dem Arbeitszimmer von Maler Jens Cords haben Mitglieder des Bürgervereins sowie des Kulturvereins Rahlstedt in den vergangenen Tagen gepackt. Pinsel, Farbtöpfe, die Tisch-Lampe und auch ein paar alte Schuhe sind darin verstaut. Den Tisch, die Regale, den Stuhl haben sie aus dem Haus an der Veltheimstraße getragen. Der Hintergrund: Im Böttgerhof soll das origianle Arbeitszimmer von Jens Cords neu entstehen und an den 81-jährigen Künstler erinnern, der viele Jahre seines Schaffens in Rahlstedt verbracht hat und aus Altersgründen Ende vorigen Jahres seinen Wohn- und Arbeitssitz aufgeben musste. Der Raum soll dann für Besucher geöffnet werden. „Wir sind mehr als zufrieden, dass für Rahlstedt die Wirkungsstätte des weit über den Stadtteil hinaus bedeutenden Künstlers erhalten werden kann. Jens Cords bleibt so weiter ein Sohn Rahlstedt“, sagt Horst Schwarz Vorsitzender des Bürgervereins.
Zusammen mit Carmen Hansch vom Rahlstedter Kulturverein hatte Schwarz die Idee für das Umzugsprojekt. Cords Tochter Annette Ampadu war sofort einverstanden, Karl-Heinz Böttger, Bürgervereinsmitglied und Rahlstedter Unternehmer, so angetan, dass er spontan einen Raum zur Verfügung stellte. Den Umzug finanzierten Kultur- und Bürgerverein aus eigenen Mitteln. Mitglieder packten ehrenamtlich mit an.
Sie werden auch mithelfen, das neue Arbeitszimmer herzurichten. „Es soll so aussehen, als ob Jens Cords es gerade erst verlassen hat“, sagt Horst Schwarz. Im Mai soll der Raum eröffnet werden. Jens Cords hat bereits zugesagt. „Er wird bei der Eröffnung dabei sein“, sagt Carmen Hansch. Später soll der Museumsraum nach einem festen Rhythmus für Besucher geöffnet werden.

Er druckte für Janssen

Jens Cords, am 21. Juli 1932 in Hamburg geboren, studierte ab 1953 an der Hochschule für Bildende Künste u. a. bei dem Bauhaus-Künstler Kurt Kranz. Von 1972 bis 1983 druckte er für Horst Janssen, den er schon vom Studium her kannte, mehr als 30. 000 Radierungen. Cords hatte Einzelausstellungen im In- und Ausland. Mit dem Zeichenstift machte er auf viele negativen Veränderungen auch in Rahlstedt aufmerksam und erinnerte in seinem Werk „Unser Heimatmuseum“ an Erhaltenswertes und beklagte den Abriss von Kulturgütern. (wb)
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