Hamburgs Linke sorgen sich um Baumbestand im Bezirk Wandsbek

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So wie hier im Hohenhorst Park wurden im Frühjahr im Bezirk zahlreiche Bäume gefällt Foto: rg

Bei Touristen gilt Hamburg mit seinen Straßenbäumen, Parks und dem sogenannten Straßenbegleitgrün als „grüne“ Großstadt. Doch nach Zahlen des Naturschutzverbandes BUND gehen der Stadt jedes Jahr rund 6.000 Bäume verloren.

Auch in Wandsbek werden jährlich mehr Park- und Straßenbäume gefällt als nachgepflanzt. Das geht aus der Antwort auf eine Große Anfrage der Linksfraktion in der Bezirksversammlung hervor. 2012 fielen demnach 972 Bäume auf öffentlichem Grund der Kettensäge zum Opfer, 2013 waren es sogar 1.592. Nachgepflanzt wurden nach Angaben des Wandsbeker Bezirksamtes nur 256 bzw. 234 Bäume in Parks und am Straßenrand. Begründet werden die Fällungen größtenteils mit der Verkehrssicherheit. Über die Baumfällungen auf privatem Grund führe das Bezirksamt aus personellen Gründen keine Statistik, so die Kritik der Linksfraktion. Diese Zahlen dürften aber auch nicht unerheblich sein und seien den gefällten Bäumen auf öffentlichem Grund hinzuzurechnen.
„Wenn diese Entwicklung weitergeht und der Naturschutz immer weniger beachtet wird, ändert  sich der grüne Charakter des Bezirks Wandsbek nachteilig“, mahnt Gerhard Brauer, umweltpolitischer Sprecher der Links-Fraktion: „Für Nachpflanzungen müssen ausreichend Mittel zur Verfügung stehen und auch personell muss das Naturschutzreferat aufgabengerecht ausgestattet werden.“ Die Linksfraktion wird die ihrer Ansicht nach nicht ausreichend beantworteten Fragen bei der Verwaltung erneut abfragen, etwa zu illegalen Baum-
fällungen. (rg)
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 10.05.2014 | 09:45  
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