Hamburgs Polizei bekämpft wilde Parker

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Rücksichtslos: Wildes Parken auf der Mittelinsel der Gründgensstraße Foto: tel

Keine Voraussetzungen für Ampel an Gründgensstraße

Von Michael Hertel
Steilshoop
Wat dem enen sin Uhl ... Seit 1. Oktober können Autos erst ab 9 Uhr in die Einfahrten zum Ohlsdorfer Friedhof einbiegen. Der größte Teil des Berufsverkehrs ist um diese Zeit aber schon durch – bekanntermaßen nutzten bislang viele Autofahrer die Straßen des Friedhofs unerlaubt als Abkürzung. Nun ist in kleinen Bramfelder Straßen, die als Zulaufstrecken dienten, Entspannung angesagt: weniger Verkehr etwa in der Anderheitsallee und der Fritz-Reuter-Straße. Die Anwohner freut’s. Weniger erfreut sind nach Aussage des CDU-Bezirksabgeordneten Sandro Kappe Steilshooper Anwohner der Gründgensstraße. Dort hat die Friedhofsmaßnahme anscheinend zu einer stärkeren Verkehrsbelastung geführt. In diesem Zusammenhang forderte Kappe im Regionalausschuss eine „Querungshilfe“ (Zebrastreifen oder Ampel) an der Gründgensstraße in Höhe Schreyerring. Doch da spielt die Polizei nicht mit. Ralf Klahn, Erster Polizeihauptkommissar vom PK 36 (Ellernreihe): „Der Straßenquerschnitt der Gründgensstraße hat sich durch den Umbau für die Busbeschleunigung halbiert. An der gewünschten Stelle sind 30 km/h vorgeschrieben, und es gibt eine sehr breite Mittelinsel. Der zuletzt beobachtete zusätzliche Verkehr auf der Gründgensstraße mag auch durch eine Baustelle auf der Bramfelder Chaussee nach einem Wasserrohrbruch verursacht worden sein. Grundsätzlich aber reicht die Verkehrsdichte nach den von uns ermittelten Verkehrszahlen und entsprechenden Vorschriften nicht für eine Ampel.“
Klahn referierte ausführlich vor den Mitgliedern des Regionalausschusses: „In den anderthalb Jahren vor dem Umbau gab es zwölf Unfälle auf der Gründgensstraße, danach nur noch fünf – ich schließe daraus: Die Straße ist sicherer geworden.“
Allerdings macht der Polizei das wilde Parken auf der Mittelinsel zwischen den beiden Einmündungen Schreyerring nach wie vor wirklich große Sorgen – der Verkehrsexperte betroffen: „Es gab dort einen Unfall mit einem achtjährigen Mädchen, das zwischen geparkten Wagen über die Mittelinsel gegangen ist und dadurch von einem Autofahrer nicht rechtzeitg gesehen wurde. Dieser schwere Unfall wäre ohne die widerrechtlich geparkten Wagen niemals passiert. Wir werden uns jetzt zusammen mit dem Bezirksamt überlegen, wie wir das Parken dort dauerhaft verhindern können.“
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