„Heilig Geist“ bleibt am Ball

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Gabriele Pietruska ist unter anderem für die Aktualisierung der Home Page der Heilig Geist Gemeinde Farmsen zuständig Foto: Christa Möller
 
Bei Gott sind wir Champions

Nicht nur zur Fußball-WM- sind die Banner der Heilig-Geist-Kirche Volltreffer

Von Christa Möller
Farmsen Weithin sichtbar hängt das etwa eineinhalb mal zwei Meter große Banner mit der aktuellen Losung an der Heilig-Geist-Kirche in Farmsen: „Wir sind am Ball – Sonntag, 10.15 Uhr“ heißt es derzeit passend zur Fußball-Weltmeisterschaft. Die insgesamt über 20 Plakate, die je nach Jahreszeit oder aktuellen Ereignissen die Kirche zieren, gehören zur Hinterlassenschaft von Pater Karl Schmickler.
Der kreative Pfarrer, der die katholische Gemeinde 19 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand im Sommer 2010 betreute, baute gleich zu Beginn seiner Amtszeit aus Holzlatten zunächst einen Rahmen, tackerte darauf ein altes weißes Bettlaken fest und schrieb dann beherzt mit Pinsel und Farbe seine frohen Botschaften, die ganz bewusst nicht nur die Gemeindemitglieder, sondern alle Vorüberkommenden ansprechen sollen. „Keine Sorge: Es gibt Gott. Also schönen Tag.“ heißt es etwa oder „Bei Gott sind wir alle Champions.“ Einige Gemeindemitglieder haben Pfarrer Schmickler nachgeeifert und inzwischen auch ein Plakat erstellt: „Gönn Dir was Gutes – Sonntag, 10 Uhr.“ Andere sorgen dafür, dass alle paar Wochen ein neues Plakat mit passendem Spruch an die Wand kommt.

Aus fünf mach eins

„Pfarrer Schmickler war ein Nachtarbeiter“, erinnert sich Gabriele Pietruska, die inzwischen bei „Wir sind am Ball“ die Uhrzeit aktualisiert hat. „Zuvor begann der Gottesdienst um 10 Uhr“, sagt die Farmsenerin, die sich seit über zwanzig Jahren in ihrer Kirchengemeinde engagiert. Doch durch Gemeindezusammenlegung hat sich der Aktionsradius der Patres erweitert und die Anfangszeiten mussten angepasst werden. Gabriele Pietruska ist Kommunionshelferin, Lektorin, übernimmt die Einteilung der Helferinnen beim Sonntagscafé, betreut die Internetseite ihrer Kirchengemeinde, gehört zum Redaktionsteam des monatlich erscheinenden Gemeindeblattes „Miteinander“, war bis zur Zusammenlegung 2. Pfarrgemeinderatsvorsitzende und arbeitet seit zwei Jahren am neuen Konzept mit.
Denn die fünf Gemeinden Heilig Geist in Farmsen, Heilig Kreuz in Volksdorf, Mariä Himmelfahrt in Rahlstedt, St. Wilhelm in Bramfeld und Sankt Bernhard in Poppenbüttel haben sich gerade zur Katholischen Pfarrei Seliger Johannes Prassek (benannt nach einem der fünf Lübecker Märtyrer) zusammengeschlossen, bleiben dabei aber weiterhin eigenständige Gemeinden. Das vierköpfige Team der neuen Pfarrei umfasst neben Pallottiner-Pfarrer Hans Joachim Winkens die Pallottiner-Patres Christian Stumpf, Marek Maliszewski und Clement Martis. Nicht nur Sparmaßnahmen hätten zur Zusammenlegung geführt, sondern auch die Tatsache, dass es zuwenig Priester gibt.
„Wir wollen versuchen, dass unser Charakter, unsere eingespielte Gemeinschaft, erhalten bleiben“, sagt Gabriele Pietruska. Die 64-Jährige wird im neuen Pastoralrat der Pfarrei mitarbeiten, ihr Mann Werner, der seit kurzem Rentner ist, wurde gerade in den Kirchenvorstand der neuen Pfarrei ernannt. Wichtig sei, die Aufgaben an viele Ausschüsse zu delegieren.

Organisationstalent

Gabriele Pietruska bezeichnet sich selbst als Computerfreak – alles, was damit zusammenhängt, begeistert sie und selbstverständlich hat sie ein I-Pad, MAC und ein I-Phone. Wenn andere Hilfe am PC benötigen, weiß sie immer Rat. Nebenher hat sie Freude am Fotografieren, spielt Volleyball und nimmt sich auch gern Zeit für ihre Familie – das Ehepaar hat drei Töchter und vier Enkelkinder. Ach ja, und berufstätig ist Gabriele Pietruska auch: zwölf Wochenstunden arbeitet sie in der Mitgliederverwaltung des Meiendorfer Sportvereins. Das Organisieren liege ihr eben, meint die gelernte Speditionskauffrau.
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