Hilfe, die vor Ort wirkt

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Firma Ritz und Rotarier spenden 30.000 Euro ans Rote Kreuz in Syrien

Wandsbek Der Messwandler- und Stromschienen-Hersteller Ritz in Wandsbek und der Rotary Club Ahrensburg-Schloss leisten echte Nächstenliebe für Menschen in Not – und zwar vor Ort. Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien hat jetzt im Hamburger Stadtteil Sinstorf die Spende in Höhe von 30.000 Euro entgegengenommen – alles, um das Elend der in Syrien verfolgten Christen etwas zu lindern. Die Syrische-Orthodoxe Kirche arbeitet dazu mit dem Syriac Cross (gehört zum Internationalen Roten Kreuz) zusammen.
Diese 2011 gegründeten Hilfsorganisation arbeitet nach Statuten des DRK und kümmert sich vor allem um die Ärmsten: Frauen, Kinder, Behinderte und Kranke.
Wie schwierig es ist, die Hilfsgüter wirklich an Ort und Stelle zu bringen, veranschaulichte Hülya Gabriel. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Syriac Cross war extra aus der Schweiz angereist. Besonders gebraucht werden derzeit gute Gummistiefel, weil sich viele Menschen durch kniehohen Schlamm kämpfen müssen. „Wir fahren zu zweit, dürfen 10.000 Euro dabei haben. Vor Ort übergeben wir das Geld an eine Partner-Organisation. Diese dokumentiert jede Ausgabe“, erklärte Gabriel. Damit nicht einzelne Familien doppelt begünstigt werden und andere leer ausgehen, werden alle, die etwas bekommen, mittels Fingerabdruck registriert. Der Erhalt von Winterdecke und Heizölkanister muss quittiert werden, notfalls mit drei Kreuzen und geführter Hand: viele Bedürftige können weder lesen noch schreiben, sind stark behindert, krank oder noch zu klein, um schreiben zu können. Behiye-Linda Kilic weist auf die schon von Trauma gezeichneten Gesichter der Kinder und Jugendlichen hin. Die syrisch-orthodoxe Christin ist ehrenamtlich in der Kirchengemeinde aktiv, hauptberuflich Ärztin im Krankenhaus Groß-Sand in Wilhelmsburg. Dort sieht sie jeden Tag vom Kriegsgeschehen traumatisierte Kinder und Jugendliche: „15-Jährige leiden unter Schmerzen, die rein psychisch bedingt sind; andere erbrechen sich.“ Immerhin sind sie der Misere in ihrem Heimatland entronnen. Für die Zurückgebliebenen errichtet das Syriac Cross Kindergärten und Waisenhäuser. Im Anschluss an die Scheckübergabe haben die beiden Mäzene Prof. Ingmar Grambow von Ritz Instrument Transformers und Wilhelm Senftleben vom Rotary Club ein Licht entzündet – als Zeichen der Verbundenheit und des Mitgefühls für die im Land Verfolgten. (wb)
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