Hundebesitzer zeigen Eigeninitiative

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Die Zweibeiner sind stolz auf ihre Arbeit und kommen jetzt wieder gerne mit ihren Vierbeinern in den kleinen Hundepark in Dulsberg. Foto: sl

Dulsberger säubern Wiese und beseitigen Stolperfallen

Von Sylvana Lublow
Dulsberg. Auf dem Grünstreifen zwischen den Straßen Dulsberg Nord und Dulsberg Süd gibt es eine eingezäunte Hundewiese. „Klasse, so eine Wiese mitten in der Stadt“, findet Hundebesitzerin Katrin Schäfer.
Behörden
reagierten nicht
Doch der Zustand des kleinen Hundeparks war alles andere als gut. Große Löcher, von den Hunden gebuddelt, wurden zu gefährlichen Stolperfallen für Vier- und Zweibeiner. Müll, der überall herumlag, Zigarettenstummel und Hundehaufen, die von einigen Herrchen und Frauchen nicht beseitigt werden, haben den Besuchern der Wiese im wahrsten Sinne des Wortes gestunken. „Hier sah es wirklich nicht mehr schön aus und so macht es auch keinen Spaß, auf die Hundewiese zu gehen“, erzählt Ronny Seidler, der zusammen mit Freundin Katrin Schäfer für die süße Französische Bulldogge „Peppy“ verantwortlich ist. Seidler wollte etwas unternehmen, vor allem wegen der Löcher im Boden. Er telefonierte sich durch den Behörden-Dschungel, bis er endlich den Verantwortlichen im Bezirksamt Hamburg-Nord an der Strippe hatte. Der versprach, den Sachverhalt zu prüfen – und meldete sich eine Woche lang nicht mehr. Also nahm Ronny Seidler die Sache selbst in die Hand und mobilisierte etwa zehn andere Stamm-Besucher der Hundewiese zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz. „Wir haben Müll gesammelt und Sand von einer Seite zur anderen geschaufelt, um wenigsten einige Löcher zu füllen“, berichtet Seidler. Um die Sitzecke herum wurden Platten verlegt, die eine Hundebesitzerin aus ihrem Garten mitbrachte. Ein Aschenbecher und ein blauer Müllsack wurden angebracht.
„Ohne Geld zu investieren haben wir das Beste daraus gemacht“, sagt Katrin Schäfer, die an alle Hundebesitzer appelliert: „Entfernt bitte die Hundehaufen von der Wiese!“
Im Nachhinein meldete sich auch die Behörde bei Ronny Seidler: „Man versprach uns, dass nach der nächsten Spielplatzsanierung mit dem alten Sandkasten-Sand die Löcher gefüllt werden.“
Eingeninitiative lohnt sich also. Und die Hunde und ihre Besitzer fühlen sich wieder pudelwohl auf der Hundewiese. (sl)
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