In Rahlstedt wird gebaut

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Neubau-Vorhaben am Warnemünder Weg Visualisierung: Saga
 
Entwurf für das Wohnquartier am Schierenberg Visualisierung: Schneehage Architekt

Wohnungsbauprogramm geht auch im Stadtteil weiter

Von Silvia Stammer
Rahlstedt
In vielen Ecken in Hamburg fehlt es an Wohnraum für Gering- und Normalverdiener. Die allgemeine Nachfrage wegen der steigenden Attraktivität der Stadt bekommt durch den Zuzug von Flüchtlingen noch mehr Tempo. Im Bezirk Wandsbek – und damit auch in Rahlstedt – reagieren die Verantwortlichen unter anderem mit der Fortschreibung des Wohnungsbauprogramms. Das Wochenblatt gibt einen aktuellen Überblick. Wie überall in der Stadt steigen auch in Rahlstedt die Mieten. Dabei liegen sie nach Angaben des Bezirksamts „unterhalb des gesamtstädtischen Niveaus“. Laut Immobilien-scout24.de zahlen Mieter hier im Durchschnitt 8,70 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Das entspricht einer Steigerung von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um diese Entwicklung in vertretbaren Grenzen zu halten, soll das Angebot vergrößert und zudem gezielt geförderten Wohnraum für günstige Mieten geschaffen werden. Zu Punkt eins verspricht Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff (SPD): „Der Wohnungsbau in Wandsbek wird weiterhin mit Nachdruck vorangetrieben.“ Wird das angesichts des vielen Neubürger aus Syrien und anderen Ländern reichen? Ritzenhoff verspricht: „Aus dem Flüchtlingszuzug ergibt sich keine Konkurrenzsituation oder gar ein Nachteil. Wandsbek übertrifft wiederholt die Vorgaben des Senats, seinen Anteil der 6.000 erteilten Wohnungsbaugenehmigungen zu erfüllen.“ Neben dem Einfamilienhausbau (der im Bezirk Wandsbek um zehn Prozent höher liegt als der Hamburg-Durchschnitt) setzt man auf Neubauten mit 20 bis 40 Wohnungen. Das Stichwort lautet in vielen Fällen Nachverdichtung. Die Projekte eint, dass sie meist mit klangvollen Namen oder coolen Abkürzungen daherkommen. Die Silhouette ist in der Regel modern. Unter dem Titel „Lebensart Rahlstedt“ entstehen beispielsweise rund 250 Meter vom Bahnhof entfernt im Heestweg 17 Eigentumswohnungen – ideal für alle, die eine gute Bahnanbindung schätzen.
„Lebensart Meiendorf“, ebenfalls zum Quadratmeterkaufpreis von etwa 3.300 Euro, heißen 16 neue Eigentumswohnungen in der Berner Straße 34 - 36 (jeweils vermarktet von Zander Immobilien/Bauherr Quell Real Estate). Wenige Hausnummern davor entstehen weitere 17 Wohnungen (Makler Großmann & Berger). Elf Eigentumswohnungen sind in der Loher Straße unter der schlichten Abkürzung „L 28“ geplant. Fertigstellung soll im Sommer sein. Hier kostet der Quadratmeter rund 3.500 Euro (CK Immobilien). Mit einem Drittel öffentlich gefördertem Wohnungsbau ist ein Projekt in der Straße Am Schierenberg, Hausnummer 80 bis 94 geplant. Angedacht sind 153 Wohnungen, dazu Läden, eine Kindertagesstätte und Grünflächen. Zeitgemäß ist die Umsetzung mit hohen Energie-Standards. Durch KfW 70-Bauweise, Grünbedachtung und Photovoltaikanlage soll der Betrieb günstiger sein. Mit großer Mehrheit hatte die Bezirksversammlung Wandsbek Ende 2015 dem entsprechenden Bebauungsplan-Entwurf Rahlstedt 129 zugestimmt. Und wie geht es jetzt weiter? Wann ist Baustart? Friedhelm Otterbach vom Bezirksamt Wandsbek spielt die Karte an den Investor weiter: „Der Vorhabenträger muss eine Baugenehmigung beantragen und einen Erschließungsvertrag mit dem Amt schließen.“ Zuständig ist die Dr. Helmut Greve Bau- und Boden-Aktiengesellschaft. Für ein neues bezahlbares Zuhause in Rahlstedt sorgt das städtische Unternehmen SAGA/GWG im Warnemünder Weg. Dort sollen 50 Wohnungen entstehen, verteilt auf zwei Mehrfamilienhäuser. Eine Tiefgarage ist auch geplant. Bis 2017 soll der dreigeschossige Bau mit Staffelgeschoss fertig sein. Wie nicht selten bei SAGA-Projekten ist die Lage gut mit Einschränkungen. In diesem Fall heißt das, dass die Wohnungen auf einem ehemaligen Garagenhof direkt an der Bahnstrecke entstehen. Der Bebauungsplan 127 sieht dort eine dreigeschossige Bebauung mit Staffelgeschoss vor. Die SAGA saniert jedoch auch bestehende Häuser in Rahlstedt. Sprecherin Kerstin Matzen: „In Rahlstedt-Ost – vor allem in der Kielkoppelstraße sowie im Schwarzenbeker Ring – sind umfangreiche Maßnahmen wie neue Anstriche und Überarbeitung der Außenanlagen sowie der Spielplätze geplant. Außerdem werden in Oldenfelde, im Anklamer Ring 42 – 54 die Fassaden instandgesetzt.“

Info:Wohnprojekte in Rahlstedt
Abrahamstr.17-37: 22 Wohneinheiten (WE)
Bargteheider Str.134: 30 WE
Berner Str. 45: 24 WE
Düpheid 53-57: 36 WE
Liliencronstr. 59-61: 27 WE
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