Info-Säule fürs Quartier

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Torsten Höhnke (v. l.), Vanessa Steenwarber, Frank Seeger, Thomas Ritzenhoff und Manfred Geweke vor der neuen Litfaßsäule Foto: Glitz

Düpheid-Center: Plakatfläche bietet Stadtteil-Nachrichten

Von Rainer Glitz
Hohenhorst. Leierkastenmusik erklingt am neugestalteten Quartiersplatz am Düpheid-Center. In einem Zelt sind Kuchen und Glühwein aufgebaut. Direkt daneben die neue Litfaßsäule. Mit Tesafilm werden die letzten Flyer und Info-Zettel angeklebt, dann werden die Glastüren der Säule geschlossen. Die ersten Hohenhorster schauen sich die neue Errungenschaft im Quartier an, dann beginnt die offizielle Einweihung. „Adele“, stilecht in einer Tracht aus Mitte des 19. Jahrhundert, gibt Gedichte und plattdeutsche Döntjes über die damals neuen Litfaß-Säulen und die moderne Pferdebahn in Wandsbek zum Besten. Sie sei extra aus Hamburg ins preußische „Ausland“ gekommen.
Die Litfaßsäule steht neben Klappbänken und Spielgeräten auf dem komplett neugestalteten Quartiersplatz am Düpheid-Center. „Das ist ein Produkt der Stadtentwicklung“, erklärt Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff. Die Litfaßsäule erinnere ihn an den Film „Der dritte Mann“. 1855 wurde der erste dieser neuen Werbeträger in Berlin aufgestellt, erfunden vom Berliner Buchrucker Ernst Litfaß. „Und durch die Nähe zum Berliner Platz und die vielen entsprechenden Straßennamen gibt es in Hohenhorst viele Bezüge zur Hauptstadt“, ergänzt der SPD-Politiker.
Die Säule solle eine Art Telefon sein für die Kommunikation im Stadtteil, so wie in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als es die heutige Technik noch nicht gab. „Hohenhorst hat durch die Umgestaltung des Platzes viel gewonnen, und die Litfaßsäule ist ein wunderbares Symbol“, sagt der Bezirksamtsleiter.
Drei Institutionen bekommen dann einen Schlüssel für die abschließbare Info-Säule. Das Stadtteilbüro Hohenhorst, der Förderverein „Aktives Hohenhorst“ und das Stadtteilzentrum „Haus am See“. Sie alle haben Info-Zettel und Veranstaltungshinweise unter das Glas der Litfaßsäule gepinnt, dazu die Buchdruckergenossenschaft. Wichtigster Partner für den Quartiersplatz samt Säule war die Genossenschaft der Buchdrucker. Sie hat im Bereich Düpheid in den vergangenen zweieinhalb Jahren 452 Wohneinheiten energetisch saniert, Gesamtkosten rund 20 Millionen Euro. „Es bleiben jetzt noch Restarbeiten an Wegen und Bepflanzung“, sagt Frank Seeger vom Vorstand der Genossenschaft. Im kommenden Sommer sei in Hohenhorst dann ein Fest geplant.
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