Jedem Kind ein Frühstück

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Emefa, Ibo und Elom freuen sich über das Frühstück bei der Haspa, das dank der Spende auch bei der Arche angeboten werden kann Foto: kg

Manni-die-Maus: Neue Haspa-Stiftung hilft, wo es nötig ist

Von Karen Grell
Jenfeld. Die Hamburger Sparkasse hat jetzt die „Manni-die-Maus-Stiftung“ gegründet und als erste Aktion die Arche in Jenfeld mit 7.500 Euro gefördert. Laut einer Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sind in Hamburg über 50.000 Kinder von Armut betroffen, das ist jedes fünfte Kind der Stadt. Die meisten von ihnen leben in Familien mit nur einem Elternteil oder Hartz IV Haushalten. Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit sind da an der Tagesordnung und es geht sogar soweit, dass viele Kinder morgens ohne ein Frühstück in die Schule kommen. Deshalb hat sich der Vorstand der Haspa mit Dr. Harald Vogelsang als Vorstandssprecher entschlossen, diese notleidenden Kinder zu unterstützen, für die das Maskottchen Manni-Maus als Pate steht. Als gemeinnützige Fördereinrichtung erhält die Stiftung ab sofort 45.000 Euro jährlich, von denen 10.000 direkt an Projekte vergeben werden und die restliche Summe das Stiftungskapital erhöhen wird. Zudem soll ein Kinderbeirat einberufen werden, der dann an der Auswahl der Förderprojekte beteiligt sein wird. Die Arche in Jenfeld, die als Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche für ein kostenloses Mittagessen entstanden ist, kann die finanzielle Hilfe für ihr Konzept „Guter Start“ perfekt gebrauchen. „Immer ab 7 Uhr, noch vor dem Unterricht kommen bis zu 40 Jungen und Mädchen zur Arche, die ansonsten ohne ein Frühstück den Unterricht beginnen würden, “ berichtet Tobias Lucht, der Leiter der Einrichtung den täglichen Ablauf. Ganz nebenbei werfen die Betreuer noch einen letzten Blick in die Schulranzen. Kontrollieren, ob die Hausaufgaben gemacht wurden und bereiten sich gemeinsam durch Spielen und Singen mit den Kindern auf den Schullalltag vor. Die Benachteiligung der Kids, die zur Arche in Jenfeld kommen, liegt aber nicht nur im finanziellen Bereich, sondern teilweise auch bei der Überforderung der Eltern, die zwischen Beruf und Familie organisieren müssen und „die manches Mal einfach keine Kraft mehr haben“, weiß Tobias Lucht aus seinen Erfahrungen vor Ort. Dann kann es passieren, dass die achtjährige Nancy einfach nur einmal in den Arm genommen werden möchte oder der 10-Jährige Max fragt, ob er von dem kostenlosen Mittagessen noch ein wenig mit nach Hause nehmen darf. (kg)
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