Klassentreffen nach 61 Jahren in Hamburg

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Vor dem Denkmal an der Boveschule: mit der stellvertretenden Schulleiterin Svenja Serke-Ebinger: (v.l.) Walter Behnken, Herbert Schilling, Günther Arendt, Walter Munek, Bernhard Fengl, Bodo Meier und Jürgen List Foto: kg

Ehemalige erinnern sich an Schulzeit in der Bovestraße

Von Karen Grell
Hamburg. 1953 war für sie die Schule aus. 43 Jahre später trafen sie sich zum ersten Mal wieder: die 40 ehemaligen Schüler der Klasse 9 der Volksschule Bovestraße. Seitdem sehen sie sich jedes Jahr - auch wenn die Gruppe immer kleiner wird. Heute ist es eine feste Clique von etwa acht Herren, die immer noch an der Tradition festhalten und sich zuerst zu einem Rundgang in der heutigen Grundschule Bovestraße treffen, dann ins Wandsbeker Heimatmuseum gehen und anschließend die Bahnhofsgaststätte besuchen.
Zu erzählen gibt es immer etwas und auch dann, wenn die Geschichten von damals schon oft zum Besten gegeben wurden, fällt immer noch irgendeinem der heute über Siebzigjährigen etwas Neues ein.
„Die Mädels waren auf dem Pausenhof mit Maschendraht von uns getrennt“, berichtet einer der Ehemaligen. „Alles Quatsch“, weiß Bodo Meier, der sich noch genau daran erinnert, dass die Mädchen einfach zu anderen Zeiten Pause hatten und deshalb so unerreichbar schienen. Dennoch hat man sich mit den Damen verabredet und ist irgendwie zusammengekommen... Was vor 60 Jahren in der Schule anders war? „Es gab noch Schläge mit dem Lineal, wenn man Linkshänder war und der Erdkundeunterricht hieß Heimatkunde.“ Lehrer Albert Hönesch ist heute nicht mehr dabei, bringt aber immer noch genug Gesprächsstoff, um die Gruppe auf Trab zu halten. Im Vergleich zu heute seien sie alle wohlerzogene Knaben gewesen, davon sind die Herren überzeugt. Auch die Schulspeisung ist immer wieder ein Thema bei den traditionellen Klassentreffen. Wenig habe es gegeben, aber man sei froh gewesen, überhaupt etwas zu essen zu bekommen an der Schule. „Es waren eben andere Zeiten.“
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