Kunstunterricht mal ganz anders

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Lisa (li.) und Katharina haben sich mit der Chinesischen Mauer und dem Thema Yin Yang beschäftigt Foto: Grell

Schüler arbeiteten mit Profis im Atelier

Rahlstedt Schüler der Stadtteilschule Altrahlstedt erlebten ihren Kunstunterricht einmal ganz anders. Für eine Woche ging es in die Deichtorhallen, ins Kunstlabor Westwerk von André Lützen und Sabine Flunker. In Anlehnung an die Ausstellung „Secret Signs“ in Harburg probierten die beiden mit den Schülern eigene Ideen aus und setzten sie um. Am Ende gab es eine Ausstellung der Schülerproduktionen, die in den Werkstatträumen zu sehen waren.
Bis dahin musste aber zuerst die eigene Kreativität aktiviert und Ideen geboren werden. „Für mich war gleich klar, dass ich etwas bauen wollte, anstatt zu malen“, sagt Katharina, die sich an die Konstruktion der Chinesischen Mauer getraut hat. Lisa nahm sich das Yin Yang Zeichen als Motiv für eine Leinwand vor, versteckte das chinesische Zeichen für Hoffnung auf dem goldenen Untergrund und war am Ende sehr zufrieden mit ihrem Werk. „Wichtig ist uns, dass die Schüler selber experimentieren und ausprobieren“, betont André Lützen, der den Jugendlichen in ihrer kreativen Phase nur ein Unterstützer mit fachkundigem Know-how sein will. „Auf keinem Fall lenken wir die Ideen in eine Richtung“, so Sabine Flunker, die auch an anderen Schulen in Hamburg Kunst-Aktionen verwirklicht.
Angefangen hatte die Projekt-Woche für Schüler aus unterschiedlichen Hamburger Schulen mit dem Besuch der Ausstellung in Harburg und einer Führung durch das selbstverwaltete Künstlerhaus in der Admiralitätsstraße. „Richtig interessant war das“, sagt Zomaia, die sich für einen Gipsabdruck eines Gesichts entschieden hatte, dem sie noch jede Menge Haar ankleben wollte. „Toll ist hier der ausreichende Platz, den wir zum Werken haben“, findet Lisa, „und die künstlerische Atmosphäre, die in der Luft liegt.“
„Aufgang mit Yin Yang“, nennt Lisa ihre Arbeit, die in der Projektwoche entstanden ist. Dass es sogar eine Ausstellung geben sollte, hatte die Schüler besonders motiviert. Mit der Kunst wollen sich alle Schüler, die an diesem Workshop teilgenommen haben, auch weiterhin beschäftigen. „Es ist wirklich ein tolles Hobby“. Der Unterschied zum Kunstunterricht in der Schule: „Hier macht es einfach noch mehr Spaß.“ (kg)
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