Land unter in Rahlstedt

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Spaziergänger am Wandseuferweg mussten kehrt machen, weil die Polizei aus Sicherheitsgründen Absperrungen vorgenommen hatte. Foto:güb

Dauerregen verwandelt Wandse-Bach in einen Fluss

Von Günther Brockmann
Rahlstedt. Der Dauerregen der vergangenen Tage hat in Rahlstedt für „Land unter“ gesorgt. Aus dem Bach Wandse wurde in Rahlstedt ein reißender Fluß, der überall für große Überschwemmungen sorgte. Ganze Landstriche entlang der Wandse im Rahlstedter Raum wurden zu einer Seenfläche. Allein am Dienstag der vergangenen Woche fielen in Hamburg 51 Liter Regen je Quadratmeter. Das sind rein rechnerisch 38,5 Milliarden Liter Wasser. Dieser Mai ist in Hamburg der nasseste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Normalerweise werden in Hamburg 57,3 Liter pro Quadratmeter in einem normalen Mai gemessen. Am Freitag der letzten Woche lag der Wert aber schon bei 121,1 Litern. Für das Bezirksamt Wandsbek war der Dauerregen Grund für die Herausgabe einer ungewöhnlichen Warnmeldung. Unter der Überschrift „Mitteilung über Hochwasser an den Gewässern im Bezirk Wandsbek“ teilte das Bezirksamt mit, dass zur Zeit das Benutzen vieler Verkehrs- und Wanderwege aufgrund des extremen Hochwassers mit Gefahr verbunden ist und warnte vor dem Betreten dieser Bereiche.
Das Polizeikommissariat 38 in Rahlstedt musste sogar Absperrungen im Bereich der Wandse in Rahlstedt vornehmen. So wurde die Brücke über der Wandse im Bereich des Wanderweges nahe der Alt-Rahlstedter Kirche mit Trassierband abgesperrt. Das Wasser der Wandse drohte die Brücke weg zu reißen, denn es stand nur noch weniger als zehn Zentimeter unter dem Brückenbelag. Auch der Weg, der zur Brücke führt, war abgesperrt worden, da das Wasser der Wandse über den Weg rauschte.
Auch an anderer Stelle im Bezirk Wandsbek hatte das Hochwasser der dortigen Bäche für „landunter“ gesorgt. Die
Susebek in Hummelbüttel trat über die Ufer. Sandsäcke mussten dort von der Feuerwehr gelegt werden, um die Wassermassen zu bändigen. In Volksdorf war der Bach Lottbek über die Ufer getreten und drohte Häuser zu überfluten. Die Feuerwehrmänner stapelten mehr als 200 Sandsäcke.
In Rahlstedts Ortsmitte sorgte der Dauerregen für ein Naturschauspiel. Die Wandse entlang der Wandseterrassen war zu einem laut gurgelnden Fluß geworden, der die Blicke vieler Passanten, die beim Einkaufsbummel waren, auf sich zog. Schuld an dem Dauerregen mit Hochwasser ist das Tief „Bob“. Bis Ende Mai wird es Hamburg auch weiterhin noch etliche Regenfälle bescheren, sagen die Meteorologen.
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