Lebensretter ohne festen Standort

Anzeige
Die DLRG-Wandsbek e.V. ist nunmehr seit 91 Jahren für die Bevölkerung im Bezirksamtsbereich Wandsbek aktiv, hat tausenden insbesondere Kindern und Jugendlichen
Das Schwimmen gelehrt, hat früher am Öjendorfer See für die Sicherheit gesorgt und seit 2002 auf der Alster.
Womöglich gäbe es auch die Schwimmhalle Bramfeld und Wandsbek heute nicht mehr, ohne den Einsatz der DLRG-Wandsbek für den Erhalt.
Was der DLRG-Wandsbek fehlt, ist eine Ausbildungs- und Begegnungsstätte, ohne die es fast unmöglich ist, den vielfältigen theoretischen Unterricht für die verschiedenen Prüfungen abzuhalten und die vorwiegend Jugendlichen Aktiven zu binden.
„Wohl jeder Verein hat eine solche Stätte, wo ehrenamtliche Kräfte geschult werden, wo man sich trifft, plant und wo das Material lagert“, so der Vorsitzende Bernhard Hänel. „Wir brauchen ganz dringend eine solche Ausbildungsstelle und zudem eine Garage, um die Rettungsboote etc. einstellen zu können. Unsere Helfer opfern ehrenamtlich ihre Freizeit für andere, damit diese nicht zu Schaden kommen, ob prophylaktisch durch Ausbildung oder konkret auf dem Rettungsboot. Hilfe der Stadt oder des Bezirkes haben wir aber noch nie erhalten“. Offenbar sind Sportvereinsinteressen wie Schallschluckwände oder Kunstrasenplätze dann doch wichtiger, als das Leben unserer Kinder. „Helfer und Ausbilder fallen nicht vom Himmel, sie müssen aufgebaut werden und dafür bedarf es nicht nur einer Schwimmhalle, sondern auch einer eigenen Bildungsstätte.“ Sogar in der Flüchtlingsintegration mit Schwimmkursen, beteiligt sich die DLRG-Wandsbek, aber für diese tut leider niemand etwas.
„Ein kleines Grundstück für ein Blockhaus und eine Garage würde uns ausreichen, gespart haben wir auch etwas,“ so der Vorsitzende Bernhard Hänel, „aber alle staatlichen Flächen die brach liegen, werden den Lebensrettern vorenthalten oder unbezahlbar angeboten.
Angesichts dieser Probleme ist die Förderung des Ehrenamtes dann doch nicht wirklich auf der Agenda. „Hier ist ein Projekt, überwiegend für Jugendliche zu verwirklichen, sinnvoll, gemeinnützig, sozial und dringlich nötig und dennoch wird nur verbal unterstützt, ich finde dies sehr bedauerlich“, so der Vorsitzende der DLRG-Wandsbek.
Die BASFI anlässlich der Einweihung eines Vereinshauses der Pfadfinder: „Wir fördern das gerne, weil ehrenamtliche Jugendarbeit feste Standorte braucht“. Ja richtig, bitte auch die DLRG-Wandsbek, nach 91 Jahren ehrenamtlicher Arbeit.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige