Lesecafé bekommt neuen Namen

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Ulrike Ritter: „Das Lesecafé ist ein spannendes Projekt.“ Foto: nk

Projektleiterin Ulrike Ritter sucht noch freiwillige Helfer

Dulsberg. Das Lesecafé hat bewegte Zeiten hinter sich. Doch nun hofft Ulrike Ritter, Kultur-koordinatorin im Stadtteilbüro Dulsberg und Projektleiterin für das Lesecafé, auf ruhigere Zeiten. Die Zeichen stehen gut dafür.
„Das Lesecafé ist mein Baby“, sagt Ulrike Ritter. Es ist ein Projekt, in das man viel Zeit investieren kann, Zeit, die Ritter definitiv nicht hat. Der immer enger werdende Spargürtel zurrt und zerrt – zum Jahresende verkleinerte sich das Stadtteilbüro Dulsberg noch um eine weitere Kraft. Das hat Auswirkungen auf die Projekte; auch auf ein Projekt wie das Lesecafé. Und auf die Arbeit von Ulrike Ritter.
Doch Ulrike Ritter stemmt die Aufgaben, sucht nach Lösungen. Warb finanzielle Mittel bei den Wohnungsgesellschaften ein. Jetzt hat sie zwei Stunden die Woche, in denen sie sich ganz dem Lesecafé widmen kann.
Noch im vergangenen Jahr bestand das Team des Lesecafés aus fünf Ehrenamtlichen, die Unterstützung durch Ein-Euro-Jobber von Arinet erhielten. Doch eine fehlende Kraft vor Ort, die die Helfer anleiten konnte, ließ die Zusammenarbeit scheitern. „Wir konnten das einfach nicht leisten“, sagt Ulrike Ritter weiter. Es musste eine andere Lösung her: Ab sofort erhält Ritter Unterstützung einer Bibliothekarin, die in Vorruhestand gegangen ist. „Das hilft uns natürlich sehr“, freut sich die Projektleiterin für ihr Team. Jetzt können und wollen sie alle zusammen etwas bewegen. Die Ideenschmiede läuft auf Hochtouren.
Derzeit ist das Lesecafé nur donnerstags von 11 bis 17 Uhr in der Schule Alter Teichweg, oben im ersten Stock, geöffnet. Dies wird sich für die kommenden zwei Monate auch nicht ändern. Doch dann gibt es Neuerungen. Projektleiterin Ulrike Ritter macht freudige Ankündigungen: „Wir werden im März mit unserem Lesecafé umziehen. Wir gehen in das kleine Haus auf dem Schulgelände.“
Das Haus steht direkt zwischen Turnhalle und Schulhauptgebäude, ist ebenerdig gelegen und gut von der Straße aus erreichbar. Ein großer Vorteil für die Stadtteilbibliothek, die aufgrund der Schließung der Bücherhalle auf dem Dulsberg entstand. Derzeit nutzen vor allem Schüler der fünften bis achten Klasse die Büchersammlung. Und auch Projekte wie „Gedichte für Wichte“ oder das Bilderbuchkino für Kleinkinder locken die Anwohner aus der Nachbarschaft an.
Nach den Schulferien im März wird das Lesecafé für zwei Wochen schließen; im April dann in den neuen Räumen wieder öffnen. „In dieser Zeit werden wir eine Inventur machen und alles umräumen“, erklärt Ritter weiter, die sich gleichzeitig über die Unterstützung der Schule freut. Ein beheizter Raum sei schließlich schon mal die halbe Miete.
Wenn das Lesecafé im April neu eröffnet, wird es einen neuen Namen haben und auch neue Öffnungszeiten geben. Wie gewohnt wird es am Donnerstag geöffnet sein; zusätzlich aber auch am Dienstag. Und damit dies klappt, sucht Ritter noch helfende Hände. Und was den Namen angeht, da macht sie es spannend: „Der wird jetzt noch nicht verraten.“ (nk)

Kontakt per E-Mail unter lesecafé@dulsberg.de oder
Tel.: 040 652 80 16
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