Litzowstraße: Hilfe für Flüchtlinge in Hamburg

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Wandsbek hat Herz: Im Kulturschloss trafen sich Experten und Anwohner, um über die Flüchtlingshilfe zu beraten Foto: Jenssen
Hamburg. Was für eine Bescherung... Am 23. Dezember werden wahrscheinlich die ersten Bewohner des neuen Containerdorfes an der Litzowstraße eintreffen. Sehr einladend ist es nicht, was die 110 Asylanten dort erwartet. Sie werden in „Wohnungen“ untergebracht, die nur 14 Quadratmeter groß sind. Zwei Personen werden sich in der Regel so eine beengte Behausung teilen müssen.
Um so wichtiger ist es, dass die Menschen, die in der Umgebung der neuen Unterkunft leben, den Neuankömmlingen zur Seite stehen. Die Hilfsbereitschaft ist sehr groß. Über 40 Wandsbeker kamen vergangenen Woche im Kulturschloss Wandsbek zusammen, um ihre Bereitschaft zu bekundeten, den neuen Nachbarn zu helfen.

Spartanische „Zellen“

Zunächst berichteten Uwe Holtermann, Bereichsleiter von „Fördern und Wohnen“ und Andreas Berkofsky, Sozialmanager der geplanten Wohnunterkunft, was auf Bewohner der Container-Unterkunft zukommt. In den beengten Wohnunterkünften wird kein Platz sein für individuelle Möbel. Die „Zellen“ werden spartanisch ausgestattet: Zwei Betten, ein Tisch, zwei bis drei Stühle und ein Schrank. Für gespendete Möbel ist kein Platz. Die sanitären Anlagen und die Küchen werden gemeinschaftlich genutzt. Die Wohncontainer sollen für fünf Jahre in der Litzowstraße stehen bleiben.

Sprach- und Sportförderung

Die Nachbarschaftshelfer wollen sich jedoch dafür einsetzen, dass die Neuankömmlinge nicht allzu lange in so beengten Verhältnissen leben müssen. Sie fordern größere und wohnlichere Unterkünfte. Außerdem wollen die Nachbarn des Containerdorfes die Asylanten, die u. a. aus Syrien, Serbien, Afghanistan und der Russischen Föderation nach Hamburg kommen, durch Spenden sowie durch Sprach- und Sportförderung unterstützen. Zwei Mitglieder aus der Gruppe werden die Hilfsmaßnahmen koordinieren. (je)
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