Lob für Flüchtlingshilfe aus Hamburg

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Auf dem Podium (v.l.n.r.): Matthias Feise, Kirsten Boie, Stefan Schmidt, Thomas Schreitmüller, Evelyn Brittwa. und Christine Stanke Foto: güb

Über 100 Barsbüttler bei Podiumsdiskussion zum Thema Integration

Barsbüttel Das Fazit der mit gut 100 Bürgern gut besuchten Podiumsdiskussion zur Flüchtlingsproblematik gleich verweggenommen: Barsbüttel bekennt sich ganz klar zur Integration. Die Bürger wollen den bislang 33 Flüchtlingen helfen, sich in der Gemeinde einzuleben.
„Ich bin angenehm überrascht, dass so viele Menschen ihren Willen zur Integration durch ihr Erscheinen deutlich gemacht haben. Dieses ist für mich ein Zeichen dafür, dass in unserer Gemeinde nicht nur Verwaltung und Politik die Integration ernst nehmen, sondern auch die Barsbütteler Bürger dahinter stehen“, stellte Bürgermeister Thomas Schreitmüller erfreut fest. Er saß mit Stefan Schmidt, Landesflüchtlingsbeauftragter von Schleswig-Holstein, Kirsten Boie, Barsbüttler Schriftstellerin, Matthias Feise, Sozialpädagoge im Dienste der Gemeinde Barsbüttel, sowie Evelyn Brittwa, die als Barsbüttler Bürgerin ehrenamtlich aktive Flüchtlingsbetreuung vorlebt, auf dem Podium.

Vorbildliche Arbeit

Stefan Schmidt saß auch als Flüchtlingsexperte mit großer Erfahrung im Podium. Er war jahrelang Kapitän des weltbekannten deutschen Flüchtlingsschiffes „Cap Anamur“, das auf den Weltmeeren Flüchtlinge rettete. „Wir haben das Leben der Flüchtlinge retten können, doch ihr weiteres Schicksal konnten wir nicht steuern. Sie wurden nach der Rettung oft wieder dorthin abgeschoben, woher sie kamen. Es gab häufig keine Länder, die sie aufnahmen und keine Menschen, die sich um sie kümmerten und sie betreuten“, berichtete Stefan Schmidt. „Ich sehe, dass das in Barsbüttel anders ist. Hier ist die Bereitschaft spürbar, mit denen die Bürger zur Integration und ehrenamtlicher Hilfe bereit sind. Das finde ich vorbildlich“, fügte er hinzu.
Aus dem Publikum kamen viele Anregungen, wie man den Flüchtlingen helfen könnte und sie als Mitbürger der Gemeinde weiter integrieren kann. Jörn Ahlrichs, Bürgervereinsvorsitzender sprach über ein Patenschaftsmodell, Gabriela Wurst von der Bürgerstiftung ermutigte die Bürger, ihre Vorschläge an die Stiftung zu melden. Auch bei Fragen zu Sachspenden helfe sie gerne weiter. (Kontakt über den Vorsitzenden Detlef Bösch, Tel. 040 / 28 949 691). 33 Flüchtlinge leben zurzeit in der Gemeinde. Der Bürgermeister geht davon aus, dass es noch mehr werden. (güb)
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