Mehr Flächen für Praxen

Anzeige
Das aufgestockte Ärztehaus am Öjendorfer Damm. Foto: Glitz

Ausbau des Jenfelder Ärztehauses geht voran

Von Rainer Glitz
Jenfeld. Noch ist das Ärztehaus am Öjendorfer Damm eingerüstet, noch steht der Baukran und Arbeiter sind am Hämmern und Bohren. Doch das Gebäude ist gewachsen – es hat jetzt ein Stockwerk mehr. Und einen zweiten Fahrstuhl, der nun auch liegende Patienten bis in die neue vierte Etage bringen kann. Im alten Teil des Ärztehauses ist eine zusätzliche Praxis entstanden. In hellen, freundlichen Räumen hat das Familienmedizinische Versorgungszentrum „ProCura“ für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin seine Arbeit aufgenommen. „Wir bieten eine ambulante Rundumversorgung für Krebskranke in Jenfeld und Umgebung, die es so im Bezirk Wandsbek noch nicht gab“, erklärt Dr. Oliver Nettesheim. Ziel sei es, den meist schwachen Patienten lange Wege zu ersparen. In der Praxis können sieben Patienten gleichzeitig ihre Infusionen im Rahmen der Chemotherapie bekommen. „Das Ziel ist nicht nur, die Krankheit zu heilen, sondern auch, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern“, ergänzt Nettesheim. Deshalb gibt es Beratungsangebote für die Ernährung, soziale und psychische Probleme in Folge der Diagnose Krebs. Eine abgestützte Betontreppe führt ins neue Stockwerk, dort fehlen noch die Farbe an den frisch verputzten Trockenbauwänden und die Fußbodenheizung. Am 4. Februar soll hier die Unfallchirurgische Praxis einziehen, die bislang auf dem Dach des gegenüberliegenden Einkaufszentrums untergebracht ist.
„Der Umzug in größere, modernere Räume war schon lange geplant“, sagt Dr. Martin Klemp. Künftig stehen ihm und seinem Team 430 Quadratmeter zur Verfügung. Die Praxis hat dann zwei Säle für kleinere Operationen, digitale Röntgentechnik und mehr Platz für die Angestellten. „Und ich habe endlich ein eigenes Arztzimmer“, freut sich Klemp. Die Praxis bietet weiterhin ein breites Spektrum medizinischer Leistungen an, von der Orthopädie bis zur Notfallversorgung etwa nach Arbeitsunfällen.

Fachärztezentrum

Das Bauvorhaben hat sich insgesamt um fast drei Monate verzögert. Das liegt vor allem am Wetter – mehrfach mussten hunderte Liter Regen abgepumpt werden, um Wasserschäden im alten Teil des Ärztehauses zu verhindern. Die Arbeiten auf dem Dach
der Apotheke laufen deshalb noch, hier wird ebenfalls aufgestockt. Im März soll dort
dann eine Hals-Nasen-Ohren-Praxis einziehen. Abschließend bekommt das gesamte Ärztehaus samt Apotheke eine einheitliche, moderne Fassade
in grauer Metalloptik. Der Komplex in Jenfeld ist dann mit 18 Medizinern in zehn Fachrichtungen eines der größten reinen Fachärztezentren
Hamburgs. (rg)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige