Mehr Flüchtlinge

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Die Bauarbeiten an der Grunewaldstraße 74 a sind im Gange Foto: rdm

Unterkunft Grunewaldstraße wird aufgestockt. Einzug im Herbst

Von Reinhard Meyer
Hohenhorst
Hamburg muss weiterhin mit steigenden Flüchtlingszahlen rechnen. Die Sozialbehörde geht von weiteren 10.000 Flüchtlingen, die untergebracht werden müssen. Dies bedeutet für Senat und Bezirke, die Ausschöpfung aller Ressourcen zu prüfen. Das Bezirksamt Wandsbek hatte daher Anwohner und Interessierte zur Informationsveranstaltung über das geplante Flüchtlingsdorf an der Grunewaldstraße 74 a eingeladen. Das Thema: „Nachverdichtung“. Dies bedeutet: 24 statt 18 Pavillons auf dieser Fläche, 528 Plätze statt 396. Swenja Gugat von der Sozialbehörde wies darauf hin, dass für eine Drei–Zimmer-Wohnung mit Küche und Sanitäranlage sechs Personen vorgesehen sind. Die Neuankömmlinge haben Anspruch auf Deutschkurse, Einweisung in Erste Hilfe, Versorgungsmöglichkeiten, Umgang mit Waschmaschinen.

Gerechte Verteilung


Die 18 ursprünglich geplanten Pavillons werden im Herbst bezugsfertig sein, die sechs weiteren im Frühjahr 2016. Die Stimmung unter den vielen Besuchern in der Aula –insgesamt abwartend offen. Dennoch gab es auch kritisch-besorgte Stimmen. „Wir brauchen eine ausgewogene Verteilung auf alle Stadtteile“, sagte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter auf die Frage nach der entsprechenden „Überbelastung“ von Rahlstedt. „Wie steht es mit der Integration von Kindern in Kitas?“, wollte ein Vater wissen. „Viele Flüchtlingsfamilien wollen ihre Kinder in den ersten Monaten nach der Flucht bei sich behalten“, so Ritzenhoff. Laut Swenja Gugat werden alle Probleme zeitnah in Zusammenarbeit mit allen Behörden geklärt. Die Frage nach der Führung der Metrobuslinie 10 und nach den Parkmöglichkeiten ließen eher aktuellen Informationsbedarf erkennen.

Spendenbereitschaft


Aber es gab unter den Anwesenden auch deutliche Zeichen der Hilfsbereitschaft für die zukünftigen Nachbarn. Eine Besucherin fragte nach einer Sammelstelle für gebrauchte Kleidung und Geschirr. Und es wurde der dringliche Wunsch vorgetragen, die verschiedenen Helfergruppen in einem Runden Tisch zu bündeln, um für diese große Wohnunterkunft eine ähnlich ehrenamtlich vorbildliche Betreuung wie im „Gelben Dorf“ aufzubauen.
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