Mehr Mini-Unterkünfte

Anzeige
Auf dem Parkplatz Ecke Gravensteiner Weg/Alter Teichweg ist Platz Foto: ut/wb

Linke wollen kleine, dezentrale Flüchtlingsunterbringungen in Dulsberg

Dulsberg Die Frage nach Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge ist allgegenwertig. „Bisher strebt Fördern und Wohnen das Unterbringen der Menschen in größeren Einheiten an. Dort die Mindeststandards bezüglich der Größe des Wohnraums, der Gesundheitsversorgung und in der Betreuung einzuhalten, ist erfahrungsgemäß kaum möglich“, sagt Angelika Traversin, Flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion in der Bezirksversammlung Nord. Ihre Fraktion plädiert daher für „ein Wohnungsflecht aus kleineren, im Stadtteilverteilten Unterkünften mit jeweils maximal 50 Menschen.“ Einen entsprechenden Antrag haben die Linken nun beim Senat eingereicht. Zur Umsetzung sollen Schulen, Kitas, Sportvereine mit in die Konzeption einbezogen werden. Allein in dem Gebiet rund um den Alten Teichweg sei genug Platz für 150 bis 200 Menschen, verteilt in bestenfalls leerstehendem Wohnraum und sogenannten „Homies“ (Container in Holzoptik nach Hessischem Modell).

Große Hilfsbereitschaft


„Im Stadtteil gibt es eine große Bereitschaft, Flüchtlinge aufzunehmen. Er hat eine gute Infrastruktur und die Busanbindungen sind sehr gut. Es gibt allein am Alten Teichweg mehrere Kitas, Sportplätze- und Vereine, Spielplätze, eine Mutter-Kind-Beratung und Schulen, die Erfahrung mit Multikulturalität haben und das ist alles zu Fuß erreichbar. Das ist ein interkultureller, friedlicher Stadtteil mit großer Integrationsmöglichkeit“, sagt Angelika Traversin.

Standorte am Teichweg


Gemeinsam mit ihrem Parteikollegen Nicolai Meyer stellte die Abgeordnete dem Wochenblatt drei Plätze am Teichweg vor, die ihrer Meinung nach für den Aufbau von Folgeunterbringungen geeignet sind.
Der Parkplatz der Sporthalle an der Ecke Gravensteiner Weg/Alter Teichweg werde kaum genutzt und böte Platz für eine Unterkunft mit 50 Menschen. Außerdem könnten die sanitären Anlagen und Duschen in der Sporthalle miteinbezogen werden. „Es ist wichtig, dass die Flüchtlinge sich auf einen Stadtteil fixieren können und nicht nach der Folgeunterbringungszeit in Hamburg weitergereicht werden, wo sie sich im neuen Stadtteil wieder neu einbringen müssen“, erklärt Traversin. Einziges Manko: Bäume müssten weichen.
Auf der Fläche hinter dem Olympiastützpunkt am Eulenkamp könnte eine zentrale Essens- und Kleidungsausgabe entstehen. „Diese Fläche ist doppelt so groß wie die, auf der 330 Menschen untergebracht werden sollen“, sagt Meyer. Wie berichtet, ist am Standort Krausestraße, Ecke Dehnheide eine Unterkunft mit 330 Plätze geplant. Traversin: „Eine Unterbringung in Zelten oder Containerghettos ist unverantwortlich“, sagt Traversin. (ut/wb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige