Mehr Service: HVV-Pilotprojekt in Meiendorf

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Hochbahn testet hier eine kostengünstige Fahrgast-Information Foto: Glitz
Hamburg: Meiendorfer Weg |

Hamburger Hochbahn testet Echtzeit-Anzeige am U-Bahnhof Meiendorfer Weg

Von Rainer Glitz
Meiendorf
Vielen Fahrgästen an der Haltestelle der Metrobus-Linie 24 in Richtung Rahlstedt ist das neue Schild zuerst gar nicht aufgefallen. Und derzeit, mit einer dünnen Eisschicht, ist die neue Anzeige nicht sofort klar zu erkennen. Dennoch: Hier wird neue, innovative Technik von der Hochbahn getestet. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurde am U-Bahnhof Meiendorfer Weg ein neuer Echtzeit-Datenanzeiger eingebaut. Er zeigt an, wann genau der Bus erwartet wird. Größere LED-Displays mit diesen Informationen gibt es bereits an vielen, meist größeren Haltestellen mit vielen Fahrgästen, etwa am Bahnhof Rahlstedt. Der Unterschied: Das neue Gerät braucht keinen Stromanschluss, es wird mit Batterien betrieben, die nur alle zwei Jahre ausgetauscht werden müssen.

Dynamische Fahrgast-Info

Und noch etwas ist anders: Die „Dynamische Fahrgast-Information“ benötigt keine aufwendige Datenversorgung über den internen Hochbahn-Betriebsfunk. Die Anzeige wird über das normale Mobilfunknetz versorgt. Mit denselben Daten, die die Kunden ab sofort auch per HVV-App auf das Handy gesendet bekommen. Die Wandsbeker rot-grüne Koalition begrüßt das Pilotprojekt. Wiederholt hatte sie für die Haltestelle eine Information der Fahrgäste mit Echtzeitdaten gefordert. „Damit ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer modernen U-Bahn-Haltestelle getan.

Barrierefreier Umbau geplant

Im Sommer werden zudem die Bauarbeiten für den barrierefreien Umbau der U-Bahnhaltestelle beginnen, die 2018 abgeschlossen sein werden. Damit wird die Qualität der Haltestelle deutlich gesteigert“, so die Meiendorfer SPD-Abgeordnete Marlies Riebe. Heinrich Sackritz, Regionalsprecher der Grünen im Regionalausschuss Rahlstedt: „Wir freuen uns, dass die Hochbahn diese innovative Technik prüft, um Ressourcen und Strom zu sparen. Wir hoffen, dass dieses Modell nach einer erfolgreichen Testphase auch kundenfreundlich die Haltestellen versorgt, die nicht so stark von Fahrgästen frequentiert werden.“ Die Hochbahn verspricht sich von den LCD-Anzeigern Kostenvorteile. Das Modell kommt aus Schweden und ist beidseitig mit zwei oder vier Zeilen und Hintergrundbeleuchtung ausgestattet. Bei Defekten kann in kurzer Zeit ein Ersatzanzeiger eingebaut werden. Der Test läuft nun einige Monate, dann entscheidet die Hochbahn, ob und wie es weitergeht.
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