Mensa für zwei Schulen in Hamburg

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Architekt Tim Helms (v.l .), für Schulbau Hamburg, und die Schulleiter Henning Sievers und Ralf Stolle Foto: rdm

Stadtteilschüler und Gymnasiasten essen künftig gemeinsam

Von Reinhard Meyer
Hamburg. „Ich finde es lobenswert, dass wir zu dieser Präsentation eingeladen sind. Auch wenn wir nichts mehr ändern können, so können wir doch kritische Fragen diskutieren“, so ein Anwohner der Stadtteilschule Oldenfelde und des Gymnasiums Oldenfelde. Die beiden Schulleiter Ralf Stolle und Henning Sievers hatten zur Informationsveranstaltung geladen. Es ging um die geplante Mensa der beiden Schulen, mit zwei Stockwerken für Unterrichtsräume, auf dem Lehrerparkplatz an der Birrenkovenallee. Sie wollten die Nachbarn auch auf die Belastungen während der Bauzeit vorbereiten und Ansprechpartner für Notfälle benennen.

Küche in Profi-Hand

Architekt Tim Helms stellte die Bauplanung vor. In der außerordentlich lebhaften Diskussion wurden Fragen zu Standortalternativen auf dem Schulgelände, den Schuleingängen von der Birrenkovenallee, außerschulischen Veranstaltungen in der Mensa und zum Wegfall des Parkplatzes angesprochen. Besonders intensiv wurde über die Frage nach dem stilistischen Kontrast zwischen der Modernität des Baukörpers und den teilweise denkmalgeschützten Villen in der Birrenkovenallee gesprochen.
Die geplante Mensa wird von ihrer räumlich und technischen Ausstattung her ihresgleichen in Rahlstedt suchen: Sie verfügt über einen Anlieferungsbereich, eigene Kühlräume, einen Produktionsraum, eine Küche, Transportbänder, Spülküche und ein Büro. Der Speiseraum mit 500 Sitzplätzen misst stolze 624 Quadratmeter und ist als Cafeteria konzipiert. Am Vormittag soll es dort Frühstücksangebote geben, mittags eine Auswahl an Gerichten, nachmittags soll es Kaffee geben.
Ein solcher Betrieb kann nicht mehr von ehrenamtlichen Kochmüttern geleitet werden. Er muss professionell geführt werden. Daher werden die beiden Schulen einen Vertrag mit einem Koch oder einer Firma über die Dienstleistungen abschließen.
Für beide Schulen wird sich mit dem neuen Bau die Situation entspannen, die nach Einführung der Ganztagesform entstanden war. Seitdem essen deutlich mehr Schüler in der Schule. Der Elternrat hatte wiederholt beklagt, dass die Jugendlichen ihr Essen im Stehen einnehmen müssten. Der Schulsenator entschied sich für die Komplettlösung: eine gemeinsame Mensa.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

„Beide Schulen haben schon bisher durch gemeinsame Sitzungen der Leitungsgremien, durch Lehreraustausch und durch Kursangebote erfolgreich zusammengearbeitet. Die Eigenart beider Schulen wurde dennoch bewahrt. Die gemeinsame Mensa ist ein weiteres Ergebnis dieser konstruktiven Zusammenarbeit. Sie kommt in erster Linie den Schülern zugute“, ist Schulleiter Sievers überzeugt.
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