„Menschen mit Herz“

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Die Sieger des Abends: Preisträger (v. l.) Horst Jagemann, Kerstin Philipp, Hannelore Rink und Brigitte Steckel, flankiert von Hans-Otto Schurwanz (links) und Senator Michael Neumann Foto: tel

Senator Neumann lobte die Preisträger der 27. Farmsen-Medaille

Von Michael Hertel
Farmsen-Berne
Im Zeichen des Sports: Zum 27. und letzten Mal verlieh der Bürgerverein Farmsen-Berne am Montag die Farmsen-Medaille für herausragende ehrenamtliche Arbeit im Stadtteil. Diesmal überreichte Bürgervereinsvorsitzende Hans-Otto Schurwanz die Auszeichnung vor rund 100 Gästen im Berufsförderungswerk gleich an vier Persönlichkeiten überwiegend aus dem Bereich des Sports. Innen- und Sportsenator Michael Neumann hielt dazu eine launige Festrede, in der natürlich auch das Wort „Olympia“ mehrfach vorkam, vor allem aber das Ehrenamt in höchsten Tönen gelobt wurde – „Ehrenamtliche Tätigkeit ist etwas Wundervolles“. Seine Frau, die türkischstämmige Staatsministerin Aydan Özoguz habe ihm erklärt, dass Ehrenamtliche im Türkischen soviel wie „Menschen mit Herz“ bedeuteten. Damit das Ehrenamt Spaß mache, müsse die Infrastruktur stimmen: „Hamburg investiert jetzt so viel in die Sport-Infrastruktur wie noch nie.“

Wunschliste


Davon profitiere nicht nur der Spitzen- sondern auch der Breitensport, ging Neumann auch auf die von Hans-Otto Schurwanz („Unsere Sportvereine platzen aus den Nähten“) vorgetragene „Wunschliste“ ein, zu der unter anderem der baldige Ausbau des Sportplatzes am Hermlinweg gehört. Anschließend kam es zur mit Spannung erwarteten Medaillen-Verleihung. Geehrt wurden der langjährige Vorsitzende des Arbeiter-Wassersportvereins Hamburg und Koordinator des Lehrschwimmbeckens des Farmsener TV, Horst Jagemann (69), Kerstin („Kiki“) Philipp (51) aus dem Vorstand des SC Condor, die sich über ihr sportliches Ehrenamt weit hinaus unter anderem in der Stadtteilkonferenz und der Flüchtlingsarbeit Verdienste erworben hat. Die ausgebildete Krankenschwester Hannelore Rink (66) engagiert sich seit Jahrzehnten in der Seniorenbetreuung, vor allem für die Bewohner der Farmsener Demenzstation von „Pflegen und Wohnen“. Schließlich Brigitte Steckel (64), die „Seele der Fußballabteilung des TuS Berne“, die nicht nur Jugendmannschaften trainierte, sondern sich vor allem in die umfangreiche Organisationsarbeit (Kassen- und Passwartin, Turnierorganisation) stürzte.

Farmsen-Berne-Medaille


Insgesamt wurden bei 27 Verleihungen mehr als 80 Bürger/innen geehrt, Dennoch ist die Farmsen-Medaille ein Auslaufmodell. Ab 2016 gibt es die „Farmsen-Berne-Medaille“, um, laut Schurwanz, „noch stärker zu dokumentieren, dass beide Ortsteile zusammengehören“.
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