Mit über 60 Autos durch Jenfeld, Tonndorf und Wandsbek

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Die an dem Autokorso teilnehmenden Fahrzeuge waren teilweise mit Luftballons und Transparenten versehen und sorgten so für zusätzliches Aufsehen. Fotos: zz
Jenfeld. Seit Ende vergangenen Jahres in einer Villa im Elfsaal drei ehemalige Sicherungsverwahrte wohnen, wehrt sich die Bürgerinitiative „Holstenhof“ gegen diese zentralisierte Unterbringung. Seitdem findet an jedem Abend und bei jedem Wetter von 18 bis 119 Uhr an der Ecke Rodigallee/Schiffbeker Weg eine Mahnwache statt. Am vergangenen Sonntag organisierte die Bürgerinitiative einen großen Autokorso, der durch zahlreiche große Straßen von Jenfeld, Tonndorf, Wandsbek und Marienthal führte.
Während die Polizei von 58 Autos sprach, waren es nach Auskunft von Ini-Sprecher, Martin Bochow, wesentlich mehr. Laut hupend und mit zahlreichen Transparenten und Luftballons versehen, fuhren die Fahrzeuge zwei Mal durch die vorher festgelegten Straßen.
Zufrieden zeigte sich am Ende dabei der Leiter des Rahlstedter Polizeikommissariats 38, Robert Golz, der den Einsatz diesmal zusammen mit Andreas Becherer selbst geleitet hatte. „Es hat alles gut geklappt, wohl auch deshalb, weil wir unter anderem auch einige Motorräder mit im Einsatz hatten und weil sich die Teilnehmer und alle anderen Verkehrsteilnehmer sehr diszipliniert verhielten. Es kam zwar zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen, die aber ‚ohne Murren‘ hingenommen wurden“.
Zufrieden mit dem Autokorso zeigte sich auch die Bürgerinitiative Holstenhof. Dazu sagte ihre Sprecherin Diana Scheuermann: „Wir bitten alle Jenfelder und Tonndorfer darum, uns auch weiterhin bei unseren Mahnwachen zu unterstützen.
Nur so können wir die Hamburger Behörden immer an ihr Versprechen erinnern, dass es sich bei der Unterbringung der drei ehemaligen Sicherungsverwahrten hier in Jenfeld um eine zeitlich begrenzte Aktion handeln muss, die von uns nicht toleriert wird“.
Weitere Informationen zu der Bürgerinitiative gibt es im Internet unter www.wohnen-auf-eigene-Gefahr.de und bei Facebook: Solidarität für Jenfeld. (zz)
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