Nachbarn helfen Flüchtlingen in Hamburg

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Der Nachbarschaftstreff vom Kulturschloss Foto: kg
Hamburg. Die Zahl der Flüchtlinge in Hamburg steigt und mit ihr die Notwendigkeit, diese Hilfe suchenden Menschen in den Stadtteilen unterzubringen. In der Litzowstraße in Wandsbek wurden Ende vorigen Jahres neben der Staatsbibliothek gelbe Container für 110 Flüchtlinge aufgestellt. Der Nachbarschaftstreff vom Kulturschloss Wandsbek will ihnen möglichst unbürokratisch helfen. Kleiderspenden, Spielzeuge und Kuscheltiere, Kinderbetreuung, Nachhilfe, Sportmöglichkeiten sowie Patenschaften stehen im Gespräch und wurden auf einer Sitzung im Kulturschloss thematisiert. „Helfen kann ganz einfach sein“, meinen die Mitglieder vom Nachbarschaftstreff, die schon mit ihren Aktionen in der Litzowstraße begonnen und mit einem selbstgebackenen Kuchen die Flüchtlinge begrüßt haben. „Die Dankbarkeit war riesengroß“, berichtet Katja Meybohm, die zusammen mit vielen anderen Wandsbekern die Menschen in Not unterstützen will. Mit warmer Winterkleidung, altersgerechten Spielzeugen, Deutschunterricht, direkten Gesprächen und vor allem offenen Armen wollen diese Wandsbeker ihre neuen Nachbarn aufnehmen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Flüchtlinge zu unterstützen, damit sie sich schnell bei Behörden und Schulen zurechtfinden und auch Anschluss im Umfeld aufbauen können. Die Sozialmanager Andreas Berkofsky und Cornelia Mahler kümmern sich vor Ort um die Familien in den Containern und begrüßen das Engagement des Nachbarschaftstreffs. „Hilfe ist gut“, meinen sie, müsse aber auch koordiniert werden. Etwa 28 Familien unterschiedlicher Herkunft haben laut Berkofsky schon schnell Kontakt untereinander geknüpft und man sei zufrieden mit der Entwicklung vor Ort. „Die Wertschätzung der Hilfsangebote ist extrem hoch“, so Katja Meybohm vom Nachbarschaftstreff, die einen Beitrag dazu leisten möchte, dass sich die Flüchtlinge in Wandsbek wohlfühlen. (kg)
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