Nachwuchsforscher in Wandsbek

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Archivpädagogin Stephanie Fleischer freut sich auf Nachwuchsforscher. Foto: rg

Staatsarchiv unterstützt Schüler beim Geschichtswettbewerb

Wandsbek. Das Staatsarchiv ist ein markanter Bau. Im blauen Quader an der Kattunbleiche lagern Tausende Dokumente, Urkunden und Akten. „Wir sind das Gedächtnis der Stadt Hamburg“, sagt Stephanie Fleischer, die Archiv-Pädagogin. Sie hat die Originalunterlagen für den jetzt beginnenden Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zusammengestellt. „Vertraute Fremde – Nachbarn in der Geschichte“ lautet das Thema des mittlerweile 23. Wettbewerbs. Das können die Nachbarn im selben Haus sein, in der Straße, der Nachbarstadtteil bis hin zum Nachbarland. Das Staatsarchiv hat sogenannte Themenkörbe zusammengestellt, etwa Dokument zur Sturmflut 1962, zur Ankunft der ersten Gastarbeiter oder zum Verhältnis Hamburgs zur damaligen DDR.
„Wir sind aber auch offen für eigene Themenvorschläge“, erklärt Archivpädagogin Fleischer. Ihr ist wichtig, dass Schüler aus ganz Hamburg nach Wandsbek kommen und das Staatsarchiv kennenlernen. „Die Jugendlichen treten als Forscher auf und arbeiten mit Originaldokumenten“, sagt Fleischer und ergänzt: „Die Schüler gehen sehr bewusst und einfühlsam mit dem Material um“. Die Arbeit als Nachwuchshistoriker werde gut angenommen. Der Wettbewerb soll nicht nur Interesse für das Staatsarchiv wecken, sondern allgemein das Geschichtsbewusstsein bei Schülern zwischen acht und 21 Jahren fördern. „Forschendes Lernen“ nennen das die Organisatoren. Die Schüler sollen ein regionales, historisches Thema auswählen und entwickeln. Mit Hilfestellung des Wandsbeker Archivs und durch Interviews mit Zeitzeugen sollen Ergebnisse gewonnen werden, die dann anschaulich beschrieben und am Ende präsentiert werden. Wie bei Historikern üblich, müssen die Nachwuchsforscher nachweisen, mit welchen Quellen und Hilfestellungen sie gearbeitet haben. Maximal 50 Seiten dürfen am Ende zusammenkommen, dazu eine Multimedia-Präsentation. Auch Hörspiele oder Videos können die Schüler abgeben. Teilnehmen kann man einzeln, in Gruppen oder sogar klassenweise. Einsendeschluss für den 23. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der 28. Februar 2013. Zu gewinnen sind Geldpreise. (rg)
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