Nadelöhr Farmsen bleibt

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Am U-Bahnhof Farmsen sind die Bushaltebuchten häufig überlastet. Fotos: rg

CDU verärgert über Antwort des Senates auf Verkehrs-Initiative

Farmsen. Am Farmsener U-Bahnhof ist es zu den Hauptverkehrszeiten eng. Bis zu neun Busse stehen im Bereich der Brücke. Richtung Bramfeld kommt es immer wieder zu gefährlichen Beinahezusammenstößen zwischen aussteigenden Fahrgästen und Radfahrern. In Richtung Rahlstedt reicht die Busspur häufig nicht aus, die Abbiegespur in Richtung Friedrich-Ebert-Damm wird blockiert, der Verkehr staut sich. An dieser Situation am Nadelöhr Farmsen wollte die CDU im Bezirk Wandsbek etwas ändern. Doch daraus wird zunächst nichts.
In einer gemeinsamen Stellungnahme der Verkehrsbehörde, der Innenbehörde, des HVV und der Hochbahn heißt es, aktuell seien für den Bereich Farmsen keine Planungen vorgesehen. Und weiter: „Kurzfristige, bauliche Zwischenlösungen, um das Konfliktpotenzial zwischen Fahrgästen und dem Radverkehr zu reduzieren, werden von der zuständigen Behörde nicht gesehen.“ Geld sei im Übrigen derzeit nicht vorhanden. Eine bauliche Neugestaltung könne erst im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms erfolgen.

Vor 2016 passiert hier nichts

„Das Programm ist auf zehn Jahre angelegt. Wir konzentrieren uns zunächst auf die am stärksten frequentieren Buslinien“, erklärt Helma Krstanoski, Sprecherin der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Zurzeit seien das die Metrobuslinien 3 und 5. Im Bezirk Wandsbek ist nur die Linie 7 nach Steilshoop Teil des Programms. Erst 2016 könnte die Linie 26 und damit der Bereich Farmsen in das Busbeschleunigungsprogramm aufrücken.
„Das ist ganz schlimm“, ärgert sich Huy-Tam Van. Der CDU-Bezirksabgeordnete aus Farmsen kritisiert, dass Verkehrs- und Innenbehörde
die Verkehrsprobleme durchaus sehen, eine Lösung aber auf
die lange Bank schieben. „So kann eine zuständige Regierung nicht mit den Bürgern umgehen“, sagt Van. Nicht einmal einfache Dinge wie eine bessere Beleuchtung unter der U-Bahnbrücke würden angegangen.
Der Antrag zur Verbesserung der Verkehrssituation in Farmsen sei von allen Bezirks-Fraktionen unterstützt worden, auch von der SPD, sagt Huy-Tam Van. Da wundere es, dass die
SPD-geführten Behörden komplett anders entschieden hätten. Die CDU will jetzt noch einmal mit SPD und Grünen in der Bezirksversammlung Wandsbek reden, um vielleicht doch noch einen Kompromiss zu finden. „Wir bleiben am Ball“, verspricht Van.
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