Neubauten am Studio

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Hinter diesem Gebäude entstehen Genossenschaftswohnungen. Direkt am Lauf der Rahlau entsteht demnächst bezahlbarer Wohnraum Foto: Glitz/Plan: Wohnungsverein

Studio Hamburg verkauft Fläche für 150 Sozialwohnungen

Von Rainer Glitz
Tonndorf. Studio Hamburg verkauft eine 10.000 Quadratmeter große Fläche seines Areals an zwei Genossenschaften. Im Bieterverfahren setzten sich der Wohnungsverein Hamburg von 1902 und die Hamburger Lehrer-Baugenossenschaft durch. Das Bezirksamt Wandsbek hat dem Bauvorhaben zugestimmt. „Wir freuen uns sehr, zwei Nachbarn zu bekommen, deren Geschäftsmodell auf Nachhaltigkeit und langfristigem Engagement beruht“, sagte Studio Hamburg-Geschäftsführer Kurt Bellmann. Im Frühjahr 2015 soll Baubeginn sein. Geplant sind fünf fast baugleiche Wohnhäuser mit Aufzug. Dort entstehen 150 öffentlich geförderte Zwei- bis Vierzimmerwohnungen, einige davon barrierefrei. Das vorhandene Parkhaus steht den künftigen Bewohnern zur Verfügung. Die Wohnungen sollen für Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen erschwinglich sein. „Es entsteht ein modernes und hochwertiges Gebäudeensemble, das sich in ruhiger Lage am Wöschenhof befindet und direkt an den Lauf der Rahlau grenzt“, so Claus-Dietrich Scholze, Vorstand des Wohnungsvereins Hamburg von 1902.

„Wir werden jetzt alle Planungsaufträge vergeben und uns mit den beteiligten Behörden abstimmen.“ Volker Emich

„Wir werden jetzt alle Planungsaufträge vergeben und uns mit den beteiligten Behörden abstimmen“, ergänzte Volker Emich, Vorstand der Hamburger Lehrer-Baugenossenschaft. Das Baugelände befindet sich am südlichen Rand des Studio Hamburg-Areals. Die 1963 und 1972 gebauten Verwaltungsgebäude Haus P, M und K sollen Mitte dieses Jahres abgerissen werden. „Die jetzigen Mitarbeiter und Kunden werden in moderne Bürogebäude und Studios auf unserem Gelände umziehen“, erklärte Studio Hamburg-Sprecherin Ingrid Meyer-Bosse. Hintergrund des Verkaufes sei die flächenmäßig bessere Nutzung des Studiogeländes, finanzielle Probleme habe ihr Unternehmen keinesfalls.
Bei dem Gelände handelt es sich um eine ursprünglich als Wohngebiet ausgewiesene Fläche. Nach und nach expandierte Studio Hamburg seit seiner Gründung 1947  und bebaute das Areal. „Der Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt hat sich vor allem aus der großen Nachfrage nach Wohnraum im Ballungszentrum Hamburg ergeben“, so Unternehmenssprecherin Meyer-Bosse. Die Büros in den zum Abriss vorgesehenen Gebäuden seien im Übrigen sanierungsbedürftig. „Produktionstätigkeiten und Studiokapazitäten bleiben trotz der Verkleinerung des Studiogeländes auf gleichem Niveau“, sagte Meyer-Bosse. Dafür würden die Wege kürzer und die Betriebskosten gesenkt.
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