Neue Luther-Skulptur steht in Wandsbek

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So sieht die Skulptur aus. Das Kunstwerk von Jared Bartz aus massiver Eiche wiegt 500 Kilo Foto: sh

Die Arbeit von Jared Bartz begeistert die Gemeinde der Christus-Kirche

Von Stefanie Hörmann
Wandsbek
Die neue Luther-Skulptur in der Christus-Kirche Wandsbek Markt begeistert die Gemeinde. „Ich finde sie hervorragend“, sagt Pastor Richard Hölck, „sie zeigt den ganzen Luther, die raue Oberfläche spiegelt seinen Charakter, der Ausdruck der Skulptur ist ernst und doch ist da gleichzeitig auch der Schalk zu sehen.“ Besonders bewegend fand Pastor Hölck den Kommentar einer Jugendlichen: „Das ist Luther auf Augenhöhe“ – und tatsächlich: Die imposante Skulptur zieht den Besucher sofort in ihren Bann, wenn man durch die Kirchentür tritt. Im Eingangsbereich hat das Kunstwerk, das die Kirche für das Reformationsjahr 2017 in Auftrag gegeben hatte (das Wochenblatt berichtete), seinen festen Platz gefunden. Geschaffen wurde die Skulptur von Künstler Jared Bartz aus einem 800 Kilo schweren Eichenstamm, noch immer wiegt der fertige Luther gut eine halbe Tonne. Das Holz stammt aus Schleswig-Holstein, vor drei Jahren wurde die Eiche gefällt und der Stamm gut abgelagert. In mehr als 300 Arbeitsstunden hat der Wahl-Hamburger Jared Bartz mit der Kettensäge die Skulptur aus dem Stamm herausgearbeitet. „Das war ein sehr schöner Auftrag“, sagt der Künstler, „ich habe mich monatelang mit Martin Luther beschäftigt, mit seiner Biografie. Luther hat sich gegen den Papst gestellt, ist seinem Glauben gefolgt. Ein mutiger Mensch, gleichzeitig hatte er auch viel Humor.“ In dem Gesichtsausdruck der Skulptur sind diese beiden Seiten des Reformators zu sehen – kaum zu glauben, dass Bartz das alles mit einer Motorsäge geschaffen hat. „Ich benutze ganz feine Sägeblätter für das Gesicht“, erklärt der Künstler, „und arbeite Schicht für Schicht aus dem Stamm heraus.“ Die Bilder von Lucas Cranach dem Älteren (geboren 1472, gestorben 1553), Zeitgenosse und Freund Martin Luthers, nahm Bartz als Vorlage für das Aussehen der Skulptur. Das Ergebnis ist beeindruckend – „eine gelungene Arbeit“, so Pastor Hölck, „die auch über das Reformationsjahr hinaus unsere Kirche schmücken wird.“

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