Neue OP-Säle für das Marienkrankenhaus

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Mit den neuen OP-Sälen können die Chirurgen unter Top-Bedingungen arbeiten Foto: sim

In Hamburg-Hohenfelde bieten die modernen Operationsbereiche Top-Bedingungen

Von Siegmund Menzel
Hohenfelde
„Ja is’ denn heut scho’ Weihnachten?“ Dieses geflügelte Wort machte kürzlich im Marienkrankenhaus in Hohenfelde die Runde, als während einer Feierstunde im Beisein von Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) der neue zentrale OP-Bereich offiziell eingeweiht wurde. Bauleute und Mitarbeiter der Einrichtung haben in den vergangenen zwölf Monaten vier weitere OP-Säle komplett neu gebaut und ausgestattet. Nun kommen noch die letzten zwei der insgesamt neun Säle an die Reihe.

20,6 Millionen Euro investiert


Die Fertigstellung dieser kündigte Geschäftsführer Werner Koch für das Frühjahr 2017 an. Die Investitionssumme bezifferte er auf insgesamt 20,6 Millionen Euro, davon kämen 13,4 Millionen von der Stadt. Das Marienkrankenhaus erlebe einen glücklichen Tag, handelt es sich doch nicht um irgendwelche Räume, sondern um das Kernstück der Einrichtung, sagte der Geschäftsführer. Das alles sei schon ein bisschen wie Weihnachten. Koch ging in seiner Rede vor fast 100 Gästen gleich auf die moderne Technik ein: Das 4K-Videomanagementsystem bedeute einen Quantensprung in der minimal-invasiven Chirurgie, die vierfache Full-HD-Auflösung der 55-Zoll-Monitore liefere Bilder in Kino-Qualität – ein unschätzbarer Vorteil für die Operateure. Die hohe Detailtreue und ein Farbspektrum von rund einer Milliarde Farben machen selbst Nervenfasern und Lymphknoten gut erkennbar, auch Tumorgewebe sei durch die plastische Darstellung viel besser wahrnehmbar als bislang. Das neue System biete den Chirurgen Top-Bedingungen und ist zugleich ein wesentlicher Faktor für die Patientensicherheit, betonte Geschäftsführer Koch. Prof. Dr. Christian Müller, Chefarzt der Chirurgie, hob das neue Logistikkonzept, das kurze Wege garantiert, und nicht zuletzt die angenehme Arbeitsatmosphäre hervor. Die voll verglasten Säle sind mit maritimen Motiven wie Strandkorb, Leuchtturm, Dünen und Muscheln versehen. Die umfassende Modernisierung und Neustrukturierung der Operationsbereiche seien ein wichtiger Beitrag, um die Versorgung der Patienten weiter zu verbessern und optimale Behandlungsabläufe zu schaffen, erklärte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Das Krankenhaus verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 600 Betten. Jährlich werden rund 100.000 Patienten versorgt.
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