Neujahrsempfang der Gartenstadt Hamburg

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Mit vielen Blumen verabschiedet: Astrid Dembkowski, seit 52 Jahren Mitglied Foto: tel

Ein Leben für die Genossenschaft: Astrid Dembkowski sagt nach 34 Jahren im Vorstand Tschüss

Von Michael Hertel
Berne
Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung der Gartenstadt Hamburg eG zum Neujahrsempfang im Berner Schloss. Neben der Lokalprominenz aus Vereinen, Wirtschaft und Politik nahmen auch viele Bewohner (und Genossenschaftsmitglieder) der Berner Gartenstadt teil. Im Mittelpunkt des Empfangs stand die Verabschiedung von Astrid Dembkowski (73) als Vorstandsmitglied. Im zarten Alter von 21 war sie der Genossenschaft beigetreten und blieb ihr ein Leben lang treu. 1973 wurde sie für neun Jahre in den Aufsichtsrat berufen und arbeitete anschließend 34 Jahre lang im Vorstand. Letzten November unterlag sie bei der Neuwahl dem SPD-Bezirksabgeordneten Marc Buttler.

Um Siedlung gekämpft

Ihr Name bleibt vor allem mit dem erfolgreichen Kampf Bernes gegen den von mehreren Landesregierungen geplanten Ausbau des Rings 3 verbunden, der die Gartenstadt zerschnitten hätte und dem viele Häuser der heute unter Denkmalschutz stehenden Siedlung zum Opfer fallen sollten. Sie hätte gern noch im Vorstand die Feierlichkeiten zu dem in zwei Jahren anstehenden 100-jährigen Jubiläum der Genossenschaft mitgestaltet, ließ sie durchblicken. Sönke Witt, Geschäftsführender Vorstand, ließ das „bewegte Jahr 2016“ Revue passieren. Dazu gehörte die Vertreterwahl im Frühjahr genauso wie die außerordentliche Vertreterversammlung zum heftig umstritten Thema Bebauung der „Berner Insel“ (das Wochenblatt berichtete). Zu den Erfolgen zählte Witt unter anderem Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen an Berner Genossenschaftshäusern (darunter die Schwamm-Sanierung eines vom Abriss bedrohten Gebäudes am Rooksbarg) und die Fertigstellung von 80 Wohnungen in der Bramfelder Siedlung „Ole Wisch“.

Lesen Sie auch: „Berner Insel“ in Gefahr
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