Operation Klinik-Umbau

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Anwohner, Klinikleitung und Bezirkspolitik diskutierten gemeinsam Foto: rg

Politiker und Anwohner diskutierten Lärm und Parkprobleme

Von Rainer Glitz
Wandsbek
Soviel Publikum sind die Mitglieder des Regionalausschusses Kerngebiet nicht gewohnt. Rund 40 Anwohner waren in den kleinen Speisesaal der Asklepiosklinik Wandsbek gekommen, um über ihre Probleme zu sprechen. „Wir wissen um die Belastung durch Lärm, Staub und Dreck“, erklärte gleich zu Beginn Manfred Volmer, seit Anfang März geschäftsführender Direktor des Krankenhauses. Dies sei bei einer Klinik mitten im Wohngebiet leider nicht zu vermeiden. Durch den sukzessiven Umbau mit einem Bauvolumen von 150 Mio. Euro (das Wochenblatt berichtete) solle die Klinik weiterentwickelt werden, die schließlich nicht nur die medizinische Versorgung der Wandsbeker sichere, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze biete, so Volmer. Derzeit wird der OP-Bereich neu gebaut, dann folgt die Sanierung des Bettenhauses und ab 2017 die des Funktionsgebäudes.

Parkhaus-Bau soll erneut geprüft werden


Die Anwohner wiederholten ihre Kritik: Seit Langem gebe es keine Parkplätze auf den Wohnstraßen an der Klinik, vor allem die Anlieferung über den Wirtschaftshof sorge rund um die Uhr für Lärm. „Wir sitzen in einem Boot“, wiederholte Klinikchef Volmer mehrfach. Auch ihm sei an Lösungen gelegen. Vorschläge der Anwohner gab es viele. Warum dürfe auf dem Klinikgelände nicht mehr frei geparkt werden, fragte eine Frau. So würden die Mitarbeiter Parkplätze in den Wohnstraßen belegen. Warum wird nicht ein Parkhaus mit Zufahrt über die Jüthornstraße gebaut? Könnte eine Regelung zum Anwohnerparken helfen? Ein neues Einbahnstraßensystem könne Entlastung schaffen, so ein weiterer Vorschlag aus dem Publikum. Auch eine Lärmschutzwand für den Wirtschaftshof wurde mit den Bezirkspolitikern diskutiert. An den Parkgebühren auf dem Klinikgelände werde sich in Ermangelung einer besseren Lösung nichts ändern, so Asklepios-Vertreter Volmer. Über Lösungen zur Lärmbelastung könne man gemeinsam reden. Auch über einen weiteren Versuch, ein Parkhaus zu bauen. Denkbar seien sechs Etagen, drei davon unter der Erde. Sowohl die Anwohner als auch die Vertreter von SPD und CDU zeigten durchaus Zustimmung zu einer solchen Lösung. Entsprechende Anträge für den Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek sollen nun gestellt werden, auch zur möglichen Einbahnstraßenregelung und dem Anwohnerparken. Außerdem soll geprüft werden, ob an der Asklepiosklinik eine StadtRad-Station eingerichtet werden kann. Auch so könnte sich die Parksituation entspannen.
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