Pläne für Kaufmeile in Hamburg

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Reges Interesse bei der Anhörung zum Um- und Neubau des Einkaufsszentrums Fotos: rg

Öffentliche Anhörung zur Neubebauung Spitzbergenweg

Hamburg. „Wir wollen uns über die Pläne des Investors informieren und uns Ihre Kritik, Fragen und Sorgen anhören“, sagte Peter Pape, Vorsitzender des Planungsausschusses der Wandsbeker Bezirksversammlung, zur Begrüßung. Es ging um die Pläne zum Umbau und Neubau einer neuen Kaufmeile. Die Aula der Grundschule Wildschwanbrook war gut gefüllt. Das alte Nahversorgungszentrum Spitzbergenweg sei in einem schlechten Zustand, es gebe viel Leerstand, so die Ausgangssituation aus Sicht des Bezirksamtes Wandsbek. Drei Varianten stehen zur Diskussion. Zentraler Bestandteil ist die Edeka-Ansiedlung auf einer Verkaufsfläche von 2.400 Quadratmetern, dazu kleinere Läden.

Ausreichend
Parkplätze?

Über dem neuen Supermarkt sollen 120 Wohnungen entstehen, ein Drittel davon öffentlich gefördert. Mehrere Gutachten werden in Auftrag gegeben: Zur künftigen Verkehrsentwicklung am Spitzbergenweg, zum Thema Lärm, zum Erhalt der Bäume und zur Entwässerung der künftigen Einkaufsmeile. In der Fragerunde beschwerten sich viele Meiendorfer vor allem über die Bauhöhe von bis zu 15 Metern. Der Komplex sei zu massiv und wirke wie eine Wand. Es gebe durchaus Lücken in der geplanten Bebauung, außerdem sei die Höhe der Geschosse vom Spitzbergenweg in Richtung Hochhäuser gestaffelt, hielten dem die Stadtplaner des Bezirkes entgegen. Viele weitere Fragen kamen zum Thema Parken. Reichen die 230 Stellplätze für die neuen Mieter und die ca. 50 Plätze für den Edeka-Markt? Wie soll die Zufahrt geregelt werden, was ist mit dem Lieferverkehr?
Einige Ältere im Publikum forderten, genug Platz bei den Wegen einzuplanen, für Rollatoren.
„Wir haben alles, was wir brauchen“, sagte ein Mann im Zuschaerraum und forderte eine Variante ohne einen Neubau. Das Publikum reagierte mehrheitlich mit einem lauten „Nee!“ Einige Geschäftsleute forderten erneut eine Neugestaltung, allerdings werde Hilfe für die kleinen Läden während der zweijährigen Bauzeit benötigt. „Die Diskussion war sachlich und konstruktiv“, lobte Peter Pape zum Abschluss. Alle Punkte würden vom künftigen Planungsausschuss ausgewertet.
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