Plattdüütsch in der Grundschule

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Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sprechen Plattdüütsch mit Freude – mehr Integration geht nicht. Foto: rdm

Eine kleine Sprachinsel der Niederdeutschen in Rahlstedt

Rahlstedt. In Rahlstedt gibt es sicherlich nur noch wenige Menschen, die plattdüütsch sprechen können und – tatsächlich sprechen. Eine kleine Sprachinsel des Niederdeutschen ist „de Plattdüütsch Krink“ an der Grundschule Wildschwanbrook.

Seit vielen Jahren vermittelt Gerda Stolzenberger, pensionierte Lehrerin, Jungen und Mädchen Freude am „Plattdüütsch snacken“. Mit einem bunten Programm stellten sich die Jungen und Mädchen zum Schuljahrsabschluss ihrem Publikum in der Schule vor. Zur Begrüßung, gesungen, „Moin, Moin, wi seggt all Lüüd hier nun Moin, Moin“. Dann folgte ein Loblied auf das Niederdeutsche „de schönste Spraak“. Zum Programm gehörten „lichte Radels to Märken“ (leichte Rätsel zu Märchen), Leder, Märken, een Danz, Rimels (kurze Gedichte) und Gedichte, Geschichten. Der Höhepunkt war sicher das zu einer lockeren, humorvollen Szenenfolge umgeschriebene Märchen von „Hänsel und Gretel“, von den Kindern erarbeitet. Sie spielten ihre Rollen in diesen Szenen mit Eifer, Freude und Witz. Zum Abschluss das Lied „In Meindörp segg wi ‚Tschüss‘ „ und „Kiekt wedder in dat neegste Mal.“ Einmal der Woche trifft sich der Arbeitskreis „de Plattdüütsch Krink“ am Nachmittag in der Schule.
Die Jungen und Mädchen nehmen regelmäßig am alle zwei Jahre stattfindenden Vorlesewettbewerb „Jungs und deerns lest platt“ teil. Sie sind dabei auf der Bezirksebene sehr erfolgreich und belegen auch auf der Landesebene immer wieder vordere Plätze. Erstaunlich ist, wie sicher die Jungen und Mädchen in der Aussprache des Niederdeutschen sind – in den Elternhäusern wird durchgehend kein Plattdeutsch gesprochen. (rdm)
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