Politiker kocht für Helfer

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Spendenübergabe an die ehrenamtlichen Helfer in der Unterkunft Litzowstraße mit Jürgen Klimke (r.) Foto: rg

Auktions-Erlös geht an Flüchtlingsunterkunft Litzowstraße

Wandsbek Das Online-Höchstgebot für das selbstgekochte Menü von Hobbykoch Jürgen Klimke lag bei 295 Euro. „Der Spender wollte aber anonym bleiben und wird das ersteigerte Essen deshalb auch nicht wahrnehmen“, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Also beschloss er, stattdessen einige der freiwilligen Helfer in der Flüchtlingsunterkunft Litzowstraße zu sich nach Hause einzuladen.
„Es wird etwas Schönes aus der Region geben, passend zum Herbst“, verspricht der Hobbykoch. Eine Kürbissuppe, etwas mit Fisch, Salat, dazu ein klassisches Gericht mit Bratkartoffeln, Rotkohl und einem ordentlichen Stück Fleisch und zum Nachtisch Apfelmus mit Rosinen, Nüssen und Mandeln. So soll das Menü Anfang November aussehen.
„Die Aktion war gedacht, um die Menschen für die derzeitige Situation zu sensibilisieren. Und als kleines Dankeschön an die Helfer“, sagte Jürgen Klimke bei Übergabe des Schecks in der Wandsbeker Unterkunft. Er selbst hat die eingenommene Summe auf 490 Euro aufgestockt.
Das Geld kann der Verein Flüchtlingshilfe Wandsbek-Kern gut gebrauchen. Er will die Hilfe übergreifend organisieren, es soll einen Austausch von Wissen und Helfern zwischen den Unterkünften Litzowstraße, Bahngärten und Oktaviostraße geben. „Wir wollen etwas Nachhaltiges schaffen“, erläuterte Alexander Weil. Man denke nach über ein internationales Café im Kulturschloss, freien WLAN-Zugang in den Unterkünften, ein Konzert für Toleranz auf dem Wandsbeker Marktplatz oder einen Kinder-Mitmach-Zirkus.
Jürgen Klimke machte sich in der Einrichtung selbst ein Bild von der Situation. Und der erfahrene Politiker konnte den Helfern sogar noch einen Tipp geben. Einer von der Abschiebung bedrohten Roma aus Albanien riet er, sich mit einer Petition an den Eingabenausschuss der Bürgerschaft zu wenden. (rg)
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