Quartiersbotschafter gesucht

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Ulrich Kluge vom Seniorenbüro Hamburg e.V. und Sylke Schramm von I.K.A.R.U.S. e.V. freuen sich auf die zukünftigen Quartiersbotschafter. Foto: Netzow

Ansprechpartner für ältere Nachbarn

Von Kirsten Netzow

Wandsbek. Damit ältere Menschen Ansprechpartner für ihre Anliegen und Fragen im Stadtteil haben, sucht das Seniorenbüro Hamburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Freiwilligendienst Aktivoli und der Informations- und Kontaktstelle Aktiver Ruhe-Stand e.V. (I.K.A.R.U.S) Quartiersbotschafter für das Gebiet Wandsbek Kern. Gefördert wird das Projekt „Quartiersbotschafterinnen und –botschafter“ mit einer Laufzeit von zwei Jahren vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Offizieller Projektstart ist der 01.01.2013.
Die ehrenamtlich tätigen Botschafter sollen mit den älteren Menschen im Quartier ins Gespräch kommen. „Das kann in der Arztpraxis, in der Apotheke oder auf der Parkbank sein“, sagt Initiator Ulrich Kluge vom Seniorenbüro Hamburg. „Wir suchen einfach Menschen, die Lust haben, Ältere aktivierend anzusprechen“, so Kluge. Schwerpunktmäßig geht es darum, die Mitverantwortung für ältere Nachbarn zu stärken und Aktivitäten für Senioren und Alleinstehende im Stadtteil anzuregen.
So könnte ein Quartiersbotschafter Freizeitangebote nicht nur aufzeigen, sondern Interessierten auch die Kontaktaufnahme erleichtern, indem er oder sie den älteren Menschen eventuell beim ersten Besuch, beispielsweise einer Tanzveranstaltung, begleitet.
Auch in Altenkreisen und Vereinen können die Botschafter über Angebote informieren. Zudem ist die Einrichtung eines Anlaufpunkts geplant, zu dem ältere Mitbürger kommen können, um Informationen zu Angeboten in ihrem Stadtteil zu erhalten. „Bei der ehrenamtlichen Tätigkeit soll jeder Teilnehmer nach seinen Fähigkeiten und Interessen eingesetzt werden“, sagt Sylke Schramm von I.K.A.R.U.S Wem die direkte Ansprache nicht liegt, kann zum Beispiel bei der Zusammenstellung einer Übersicht der Angebote im Stadtteil helfen oder die Menschen im Anlaufpunkt informieren. Idealerweise kennen sich die zukünftigen Quartiersbotschafter bereits gut aus in ihrem Stadtteil.
Damit die Ehrenamtler nicht unvorbereitet ihre Aufgabe beginnen, finden ab dem 9. November 2012 Fortbildungen statt. In fünf Modulen erfahren die Teilnehmer zum Beispiel, wie sie an Informationen über die Angebote im Stadtteil herankommen, oder wie sie die Senioren im Quartier am besten ansprechen.
„Es wäre schön, für diesen Pilotkurs zwölf bis 16 Teilnehmer zu gewinnen“, wünscht sich Ulrich Kluge. In die Praxis starten die Quartiersbotschafter dann im neuen Jahr. Neben der Schulung erhalten die Botschafter eine Aufwandsentschädigung. Zudem tauschen die Teilnehmer in gemeinsamen Treffen ihre Erfahrungen aus, die dann ausgewertet werden. (kin)

Informationen und Anmeldungen bei:Sylke Schramm, I.K.A.R.U.S e.V., Tel.: 335408, Mail: info@ikarus-wegweiser.de
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 13.01.2013 | 09:25  
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