Richtfest am Wöschenhof

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Mitte 2016 sollen die Wohnungen am Wöschenhof fertig sein Foto: Glitz

Größtes Sozialwohnungsprojekt Hamburgs wird in Tonndorf umgesetzt

Von Rainer Glitz
Tonndorf
Ein roter Teppich, Scheinwerfer und Kameras sind auf dem Dach des Parkhauses in der Jenfelder Allee aufgebaut. Ein Udo-Lindenberg-Double empfängt die Gäste stilecht mit Sonnenbrille, Hut und Eierlikör. Die Hamburger Lehrer-Baugenossenschaft und der Wohnungsverein Hamburg von 1902 haben sich Einiges einfallen lassen für ihr Richtfest in Tonndorf. 150 Wohnungen in fünf baugleichen Häusern entstehen dort, wo bis vor zwei Jahren noch ehemalige Verwaltungsgebäude von Studio Hamburg standen. Die beiden Genossenschaften kauften die rund 10.000 Quadratmeter große Fläche.
Alle Wohnungen sind öffentlich gefördert, die Anfangsmiete liegt bei 6,10 Euro pro Quadratmeter. Das größte Sozialwohnungsprojekt Hamburgs kostet insgesamt rund 33 Millionen Euro.

Für Paare und Familien


„Eigentlich war schon nach dem Krieg geplant, hier Wohnungen in ruhiger Lage im Grünen mit Blick auf die Rahlau zu bauen“, sagte Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) in ihrer Rede. Jetzt entstünden hier 2- bis 4-Zimmerwohnungen vor allem für Paare und Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen. „Die Genossenschaften sind ein wichtiger Teil des Wohnungsbauprogramms des Senates“, betonte Stapelfeldt. Wandsbek habe die Vorgaben aus dem Rathaus sogar mehr als erfüllt. Ein Ende des Bauprogramms sei nicht absehbar, immer mehr Menschen kämen zurück in die Stadt, vor allem Jüngere. Und auch an die vielen Flüchtlinge müsse gedacht werden, so die SPD-Politikerin. Ein wichtiger Schritt für Wandsbek sei die S-Bahnlinie 4.

„Eigentlich wohnt man in Tonndorf fast in der Mitte der Stadt.“ Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff

„Eigentlich wohnt man in Tonndorf fast in der Mitte der Stadt“, scherzte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff (SPD) und verwies auf den Blick auf den Fernsehturm. Hier entstünden hanseatische Bauten im Grünen und am Wasser. Die notwendige Infrastruktur in Sachen Verkehr und Einkaufen sei vorhanden, die Otto-Hahn-Schule auch nicht weit, so Ritzenhoff. Er erwarte einen deutlichen Zuzug nach Tonndorf und Jenfeld, demnächst werde auch auf dem nahen Gelände der Jenfelder Au gebaut. Die 150 Wohnungen am Wöschenhof sollen Mitte kommenden Jahres bezugsfertig sein, einschließlich neuer Wege und Grünflächen. Für die künftigen Bewohner haben die Lehrer-Baugenossenschaft und der Wohnungsverein von 1902 mehr als 100 Stellplätze im Studio Hamburg-Parkhaus gekauft.
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