Ringen um neue Mensa in Hamburg

Anzeige
Die Otto-Hahn-Schule soll eine Mensa und eine Produktionsküche bekommen Foto: rg

Bekommt die Otto-Hahn-Schule Neubau oder Umbau?

Von Rainer Glitz
Hamburg. Eigentlich sind sich alle einig: Schüler, Eltern, Bezirkspolitik und sogar die Schulbehörde. Die Otto-Hahn-Schule OHS braucht dringend eine Mensa und eine Produktionsküche, in der vor Ort gekocht werden kann. Ihr warmes Mittagessen müssen die Schüler derzeit noch in der Pausenhalle einnehmen. Wer nicht warm isst, muss dies im Klassenraum oder auf dem Pausenhof tun. „Wir brauchen eine Aufenthaltsmöglichkeit für alle Schüler“, sagt Renate Wiegandt, Schulleiterin der OHS. Deshalb sei die grundsätzliche Entscheidung der Schulbehörde, eine Mensa und eine Produktionsküche zu bauen, ein Fortschritt. Behörde und Schulgremien haben aber über das Wie und das Wo ganz unterschiedliche Auffassungen.
An der OHS wird eine Solitärlösung bevorzugt, also ein einzeln stehender Neubau auf dem Schulgelände. „Genug Platz wäre vorhanden“, sagt Schulleiterin Wiegandt. Die Lösung sei sogar preiswerter als der Vorschlag der Behörde. Denn die möchte bestehende Räume im Verwaltungstrakt um- und ausbauen. Die Schulbehörde verweist auf höhere Mietkosten, die der Solitärbau nach sich ziehen würde. Der Umbau im Bestand sei dagegen eine Lösung, „die eine gute schulische Ganztagsgestaltung ermöglicht und gleichzeitig wirtschaftlich die dem Staat anvertrauten Steuergelder einsetzt“, heißt es in einer Drucksache an die Bezirksversammlung Wandsbek. Sollte diese Planung umgesetzt werden, müsste das Lehrerzimmer der OHS in den ersten Stock umziehen, mehrere Computerräume und ein Internet-Café könnten nicht mehr genutzt werden.
Dazu kämen erhebliche Belastungen für Lehrer und Schüler während der Umbauzeit. Dies räumt auch die Behörde in ihrem Papier ein. Entsprechend wenig Verständnis haben Eltern, Lehrer und Schüler in Jenfeld. Heute Abend wird sich der Jugendhilfeausschuss der Wandsbeker Bezirksversammlung mit der Entscheidung der Schulbehörde zu Mensa und Produktionsküche befassen. „Ob sich die Behörde noch bewegt, ist die große Frage“, sagt OHS-Leiterin Renate Wiegandt. Wichtig sei aber, nun bald eine endgültige Entscheidung zu treffen. Denn bereits in den Sommerferien sollen die Arbeiten in Jenfeld beginnen. Derzeit besuchen knapp 1.500 Schüler die Stadtteilschule in der Jenfelder Allee. Nur rund ein Fünftel nutzt bislang das Angebot eines warmen Mittagessens. In der neuen Mensa könnte dieser Anteil auf bis zu zwei Drittel steigen.

Mit dem Thema „Produktionsküche für die Otto-Hahn-Schule“ beschäftigt sich am heutigen Mittwochabend auch der Jugendhilfeausschuss (19. März, 18 Uhr, Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4). Weitere Themen in der öffentlichen Sitzung: Bewilligung von Bauinvestitionsmitteln für den Neubau der Einrichtung Get-To, Quadriga sowie die Kursangebote im Ganztagsbetrieb an Wandsbeker Schulen
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige