Rosenkränze aus dem Automaten

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Sebastian Fiebig, Pastoralreferent der St. Josephsgemeinde Wandsbek und seine Bet-Box Foto: rdm

Die St. Josephskirche hat die weltweit erste „Bet-Box“ für Gebetsketten

Von Reinhard Meyer
Wandsbek. Seit einigen Tagen hängt im Vorraum der katholischen Pfarrgemeinde St. Joseph in der Witthöfftstraße in Wandsbek ein Automat für Armbänder und Rosenkränze. Gegen Einwurf von vier Euro Münzgeld gibt der Automat ein Pappschächtelchen mit einem Rosenkranz frei. Kaum war der Automat aufgestellt, hatten bereits 15 Rosenkränze ihre Besitzer gefunden. Die Gebetsketten aus braunen Holzperlen stammen aus Rom.

Mit Bet-Anleitung

Für Pastoralreferent Sebastian Fiebig ein unerwartetes, aber höchst erfreuliches Ergebnis. Er will mit dem Automaten nicht eine Rundumversorgung mit Rosenkränzen anbieten, er möchte auf humorvolle Weise an die wunderbare Kraft des Betens erinnern - und das Rosenkranz beten ist ein jahrhundertealter bewährter meditativer Weg, die Nähe Gottes zu spüren. Im Schächtelchen findet sich deshalb auch eine Anleitung zum Beten des Rosenkranzes. Der Erlös geht an das Zeltlager für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde.
Sebastian Fiebig hat dem Automaten den griffigen Namen „Bet-Box“ verpasst. Der Pastoralreferent ist der Meinung, dass es weltweit der erste Automat dieser Art ist. Auch das sagt er mit einem Augenzwinkern, denn belegen kann er das nicht. Im vorigen Jahr entdeckte Sebastian Fiebig irgendwo in Westdeutschland einen gebrauchten Automaten – da kam ihm erstmals der Gedanke, ein solches Gerät für Rosenkränze, für neue Wege zum Beten zu nutzen. Er habe sich das Gerät genau angeschaut und geprüft, ob es sich für den Verkauf von Schächtelchen eigne, erzählt er. Dann habe er ihn gekauft, mit Ölfarbe gestrichen und einen befreundeten Grafiker gebeten, den Automaten optisch ein wenig aufzupolieren. Gemeinsam hatten sie die Idee, ihn „Bet-Box“ zu nennen.

Resonanz ist gut

Die Resonanz auf den Rosenkranz-Automaten ist bemerkenswert. Nicht nur Gemeinde-
glieder, auch „Kunden“ von außerhalb sprechen ihn als den „Vater“ der „Bet-Box“ an.
Katholische Zeitungen haben darüber berichtet, überregionale Medien auch, die FAZ etwas hat dieser originellen Vorrichtung einen Artikel gewidmet. Wie geht es weiter mit der „Bet-Box“? Sebastian Fiebig sagt: „Solange Rosenkränze gefragt sind, bleibt es bei diesem Angebot.“ Sollte das Interesse einmal abnehmen, wäre es denkbar, das Sortiment zu ändern und so das Interesse an der „Bet-Box“ neu anzuregen.
u www. joseph-hh.de
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