Rote Lok hat Verspätung

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Diese rote Lokomotive ist der Kompromiss nach der anfänglich gescheiterten Sanierung des Helmut-Steidl-Platzes. Die Lok wird hinter den Bäumen ihren Platz haben Bild: Wessels/mdt

Spielgerät auf dem Helmut-Steidl-Platz kommt im Sommer

Von Marco Dittmer
Rahlstedt
Eine Lokomotive und ein paar Sitzbänke, das war der Kompromiss, den der Bezirk im Streit um die Neugestaltung des Helmut-Steidl-Platzes im Herbst vergangenen Jahres zugesagt hatte. Nun werden die konkreten Pläne bekannt. Aus der Rundbank am nördlichen Ende des Bahnhofsvorplatzes wurde eine rotlackierte halbe Rundbank, zudem kommt eine Sitzauflage auf einem Hochbeet und auch die Lok scheint schon in Sicht. Laut einer Sprecherin des Bezirksamtes werden aktuell „die notwendigen Vergabeunterlagen zusammengestellt. Anschließend wird eine Firma beauftragt.“ Die genauen Standorte stehen ebenfalls fest. So wird die Lokomotive plus Waggon zwischen den beiden vorhandenen Sitzbänken vor der McDonald-Filiale aufgebaut, die halbierte Rundbank steht an der Linde vor den Bahnhofsarkaden. Zudem soll eine Baufirma die Fundamente der Laternenmasten verstärken, für die Anbringung einer Weihnachtsbeleuchtung im Ortskern. Der Rahlstedter Kulturverein ist mit der Lösung zufrieden – vorerst. Carmen Hansch ist Vorsitzende des Kulturvereins. „Über die Lokomotive freuen wir uns, weil sie den Bezug zum alten Bahnhof aufnimmt. Es gibt auf dem Platz aber noch Luft nach oben. Ein bisschen mehr Grün würde dem Platz gut tun“, sagt sie. Zudem verrät Hansch, dass eine Kulturvitrine auf dem Platz aufgestellt wird. Der Zeitpunkt steht aber noch nicht fest.

Günstiger Kompromiss


Es ist der zweite Anlauf zur Sanierung des Helmut-Steidl-Platzes in Rahlstedt. Im vergangenen Jahr entwickelte sich die Neugestaltung zu einem lokalen Skandal. In einem Wochenblattbericht kam heraus, dass der Bezirk die Sanierung bereits abgeschlossen hatte und die, bei einer Bürgerbeteiligung zugesagten Spielgeräte und Sitzbänke, ersatzlos gestrichen hatte. Zudem wurden weder Anwohner noch der Regionalausschuss darüber informiert. In einem Regionalausschuss entschuldigte sich der damalige Rahlstedter Regionalbeauftragte Cornelius Bechen dafür, den Ausschuss nicht informiert zu haben. Als Grund für die zusammengestrichenen Sanierungspläne zog die Verwaltung die Kostenkarte. Unterhalt und Installation eines Spielpodestes seien zu teuer. Die rote Lokomotive ist nun der günstige Kompromiss.
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