Schandfleck in Hamburg wird saniert

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Das Einkaufszentrum an der Rodigallee soll eine neue Fassade bekommen Fotos: rg

Einkaufszentrum JEN soll eine neu gestaltete Fassade bekommen

Von Rainer Glitz
Hamburg. Die blaue Fußgängerbrücke über die Rodigallee macht einen heruntergekommenen Eindruck, die Farbe blättert ab, überall ist Rost zu sehen. Der Spielplatz am Parkhaus des Jenfelder Einkaufszentrums wird seit Jahren nicht mehr benutzt, außer für die illegale Müllentsorgung. Ein Zaun um die alten Spielgeräte soll dies verhindern. Ein Schandfleck, fand nicht nur Anwohner Klaus Öhrke. Er wandte sich an das Wochenblatt und die Jenfelder SPD-Bezirkspolitikerin Claudia Mahler. Ihre Fraktion brachte das Thema in der Bezirksversammlung zur Sprache. „Hier verrostet und vergammelt ein zentraler Punkt des Stadtteils“, hieß es im entsprechenden Antrag.

Fassade wird ab 2014 erneuert

Die Versammlung bat Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, sich mit dem Eigentümer des „JEN“ in Sachen Sanierung in Verbindung zu setzen. Ein solches Gespräch fand jetzt in der Sommerpause statt. Ergebnis: Die Projektgesellschaft FFIRE „Einkaufscenter Jenfeld Verwaltungs GmbH & Co. KG“ aus Berlin hat seit 2012 mehr als eine Million Euro in den Innenbereich des JEN investiert. Dies betreffe vor allem den Brandschutz, sicherheitsrelevante technische Einrichtungen, Elektrotechnik und die Beseitigung von Asbest in der Mall und den Büros, heißt es in einer Drucksache, mit der sich unlängst der Hauptausschuss der Bezirksversammlung befasst hat. „Die Eigentümerin beabsichtigt, 2014 bis 2016 die Fassade im Bereich des Einkaufszentrums neu zu gestalten“, heißt es weiter. Dabei sollen auch die Brückenköpfe der blauen Brücke saniert und die beiden Fluchtspindeltreppen erneuert werden.
„Es wird eine enge Absprache mit dem Bezirksamt angestrebt. Ein Zeitplan ist noch nicht festgelegt“, sagte Ulrike Nowicki, Sprecherin des Bezirksamtes Wandsbek. Auch der Spielplatz am Parkhaus kam zur Sprache. Die Lage sei nicht optimal, auch was die Verkehrssicherheit angeht, erfuhr der Hauptausschuss. Es sei zu überlegen, ob der Spielplatz an dieser Stelle erhalten bleiben sollte oder ein alternativer Standort in Betracht komme. Die blaue Fußgängerbrücke ist im Bereich über der Rodigallee im Besitz der Stadt Hamburg. Letzte Erhaltungsmaßnahmen wurden durch das Bezirksamt vor zwei Jahren durchgeführt.
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